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Meinersen Diese Chance kriege ich niemals wieder
Gifhorn Meinersen Diese Chance kriege ich niemals wieder
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06:00 24.01.2019
Kita-Betreuung: Über den Kreis Gifhorn hat der DRK-Kreisverband 25 Stellen zur Verbesserung der Qualität in Kindergärten besetzt. Quelle: Symbolfoto/dpa
Meinersen

Seit knapp drei Wochen arbeitet Jennifer Röger in der DRK-Kita am Gajenberg in Meinersen. Die ausgebildete Optikerin, die zuletzt als Verkäuferin gearbeitet hat, absolviert dort als Quereinsteigerin eine Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin. Die Mutter von einem sieben- und einem elfjährigen Kind erfüllt sich damit einen „Herzenswunsch“, sagt sie.

Fachkräftemangel begegnen

Vom Land Niedersachsen waren die QuiK-Stellen ins Leben gerufen worden, um damit dem Fachkräftemangel zu begegnen. Landkreis und DRK als Kita-Träger saßen schnell mit im Boot. Und Jennifer Röger hatte das Glück, als Quereinsteigerin eine Stelle zu ergattern.

Quereinsteigerin

Bereits vor der Optiker-Lehrzeit hatte sie überlegt, Erzieherin zu werden. Jetzt ergreift die 34-Jährige doch noch die Chance, umzusatteln. „Diese Chance kriegst du nie wieder“, hatte sie sich gesagt und sofort zugegriffen als im Kreis Gifhorn 25 freie Ausbildungsstellen für Quereinsteiger zur Verbesserung der Qualität in Kitas – kurz QuiK-Stellen genannt – angeboten wurden.

Im Anschluss zur Erzieherschule

Zwei Jahre lang wird sie nun abwechselnd in der Kita mitarbeiten und auch wieder die Schulbank drücken. „19,5 Stunden arbeite ich pro Woche hier“, sagt sie. Während der restlichen Zeit ist Schulung angesagt, „erst in der Kreisvolkshochschule und im Anschluss in der Berufsbildenden Schule in Gifhorn“. Geht alles gut,will sie dann als ausgebildete sozialpädagogische Assistentin noch weiter machen, um im Anschluss die weiter führende Erzieherschule zu besuchen“, gibt sie sich zielstrebig.

Ähnliche Aufgaben

Die Aufgaben sind sehr ähnlich, „im Gegensatz zur Erzieherin darf eine sozialpädagogische Assistentin – früher auch Kita-Helferin genannt – aber kein eigene Gruppe leiten“, nennt Angela Lippe Unterschiede. Die Chefin der DRK-Kita am Gajenberg sieht das aber nicht ganz so eng. „Für mich sind allesamt hier pädagogische Fachkräfte“, betont sie.

„Die Nachfrage ist enorm“

Ziel des Landes Niedersachsen war es anfangs, mit der Förderrichtlinie QuiK die Qualität in Kitas zu verbessern. Im Blick dabei war besonders die Integration von Kindern mit Fluchterfahrung. Seit Januar nun zielt diese Maßnahme darauf ab, dem Fachkräftemangel in den Kitas entgegenzuwirken. „Das Landesprogramm läuft noch bis zum 31.12. 2020“, informiert Stefan Lippe vom DRK-Kreisverband Gifhorn.

Im Landkreis Gifhorn profitieren jetzt 25 Quereinsteigerinnen in 24 Einrichtungen davon. „Die Nachfrage ist enorm“, weiß Lippe und verweist darauf, dass einige Bewerberinnen abgesprungen sind, die Stellen aber schnell wieder besetzt wurden. Außerdem bestehe eine Nachrücker-Liste.

Zwei Jahre für die Basis-Qualifizierung

Als Qualifikation müssen die Bewerber Lippe zufolge eine Fachschule für sozialpädagogische Assistenz besucht haben oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender dreijähriger Tätigkeit vorweisen.

Die Basis-Qualifizierung der Quereinsteiger zur sozialpädagogischen Assistenz dauert zwei Jahre, im Gegensatz zur vierjährigen Erzieher-Ausbildung. Lippe nennt dazu einen treffenden Vergleich: „Der Erzieher ist Meister, der sozial-pädagogische Assistent ist Geselle.“

Von Hilke Kottlick

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