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Meinersen Meinersen: 30 Jahre Antiquitäten-Café
Gifhorn Meinersen Meinersen: 30 Jahre Antiquitäten-Café
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00:17 19.08.2017
Antiquitäten-Café feiert 30. Geburtstag: Hede Stahmer vor dem historischen Meinerser Schmuckstück.  Quelle: Hilke Kottlick
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Meinersen

 Als erstes Antiquitäten-Café in der Region wurde das 1795 erbaute Fachwerkhaus von 1984 bis 1987 in drei Abschnitten restauriert, taucht Detlef Stahmer ein in die Entstehungsgeschichte dieses historischen Hauses. Errichtet auf der Meinerser Traditionsinsel – zwischen Oker und Oker-Mühlenkanal – diente das Gebäude ehemals als Fischerei- und Lagerhaus. Von 1876 bis 1972 wurde es bewohnt. Stahmer zufolge war es „jedoch so marode, dass die damalige Eigentümerin sich nur im Sommer“ darin aufhielt. 1982 zog es Detlef Stahmer – aus der Wedemark kommend – nach Wolfsburg zum Arbeitgeber VW. Auf der Suche nach einem Fachwerkhaus wurde das Ehepaar in Meinersen fündig. 1983 kauften Stahmers das denkmalgeschützte Gebäude.

Ziel war es laut Stahmer, darin ein Antiquitäten-Café, eine Einliegerwohnung und eine eigene Wohnung auszubauen. Innerhalb von drei Jahren wurden diese Pläne aufwendig realisiert. Am 18. August 1987 war Eröffnung. Der Termindruck vorher war laut Stahmer so groß, dass in der Nacht zuvor „zwölf Helfer auf dem Boden schliefen“. Das Projekt lief, im Jahr 2002 erweiterten Stahmers das Café um ein Pensionsgebäude, ebenfalls im Fachwerkstil. Wieder wurde „ausschließlich historisches Material“ verwendet.

Im Laufe der vergangenen 30 Jahre hat sich das Café etabliert. Probleme gibt es trotzdem – es mangelt laut Stahmer „trotz guter Bezahlung an Service-Kräften“. Besonders an den Wochenenden und Feiertagen während der jeweils drei bis vier Stunden im Stoßgeschäft wünscht sich das mittlerweile pensionierte Stahmer-Ehepaar helfende Hände, um den Café-Betrieb mit den rund 50 Innen- und 30 Terrassen-Plätzen aufrecht erhalten zu können.

Die Gäste kommen längst auch aus umliegenden Städten, um im Meinerser Antiquäten-Café oder draußen auf der Terrasse an der Oker unter der 120 Jahre alten Kastanie Kaffee oder Tee zu trinken und den selbst gebackenen Kuchen zu probieren. Die Besonderheit dabei: Fast alles, was dort steht oder Tische und Wände dekoriert, kann käuflich erworben werden. Die Antiquitäten in diesem Café stammen laut Stahmer von Auktionen und Antik-Märkten in England, Frankreich, Belgien, Skandinavien, „aber ebenso von regionalen Anbietern“.

Von Hilke Kottlick

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