Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Mehrgenerationenhaus in Meinersen

Projektstart am Schulzentrum voraussichtlich im Januar Mehrgenerationenhaus in Meinersen

Sie kann gar nicht abwarten, dass es endlich los geht: Andrea Hanke koordiniert die Angebote des Mehrgenerationenhauses (MGH), das gerade auf dem Hof der Realschule Meinersen als offener Treffpunkt für Schüler, Rentner, Flüchtlinge, Jung und Alt entsteht.

Voriger Artikel
Fahrrad-Demo ab Bahnhof Ohof
Nächster Artikel
Verkehrsunfall: Traktor fährt frontal gegen Baum

Das Mehrgenerationenhaus in Meinersen entsteht: Vom Bund fließen jährlich 40.000 Euro Zuschuss für Beratungsangebote.
 

Quelle: Hilke Kottlick

Meinersen.  „Ende Oktober soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein“, blickt Lutz Hesse voraus. Der Chef des Fachbereichs Bildung und Soziales geht vom „Projektstart im Januar“ aus.

Bis dahin hat sich Andrea Hanke viel vorgenommen. Seit Juli an Bord der Samtgemeinde Meinersen, möchte die Sozialwissenschaftlerin als MGH-Koordinatorin unter anderem einen „Hausrat gründen“, in dem ein Netzwerk aus Alt und Jung, Seniorenbeirat, Kita und Schule, Bürgerbusverein und allen interessierten Organen und Verbänden mitarbeitet. Als offenen Treffpunkt für Schüler, Rentner, Flüchtlinge, für Jung und Alt sieht sie dabei das geplante Café, das auch Hesse als „Herzstück des MGH“ bezeichnet.

Erste Projekte dort könnten laut Hanke sein: ein Frühstück für junge Mütter, ein Tanztee, Spielenachmittage, Nähkursus und schulübergreifende Angebote während der Pausen, in Freistunden und Ganztagsschule. Um die „Attraktivität des Schulstandorts zu steigern“, hebt Hesse zudem die „Einbeziehung der Schüler aller drei Schulen am Gajenberg in Gestaltung und Unterhaltung“ hervor.

Das MGH soll laut Hesse und Hanke ein Begegnungsort für jedermann werden, ein Ort, an dem soziales Miteinander gelebt wird, in dem jeder willkommen ist und generationenübergreifend gearbeitet wird. „Die Angebote werden mit der Zeit wachsen“, sagt Hanke und sie verweist auf „1000 Ideen“. „Ich glaube, dass wir auf gutem Weg sind“, blickt auch Hesse optimistisch voraus.

Die erste Veranstaltung ist eine Schulung zum Thema Demenz

Die erste Veranstaltung des Mehrgenerationenhauses steht schon fest: Eine Schulung zum Thema Umgang mit Demenz bietet die Samtgemeinde Meinersen auf Initiative des Landkreises Gifhorn und in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft am Dienstag, 26. September, um 17 Uhr im Kulturzentrum Meinersen an. Dabei geht es um Informationen zum Krankheitsbild Demenz, um Ursachen, Formen, Verlauf, Symptome, Strategien und Handlungsansätze für einen konfliktfreien Umgang mit Betroffenen sowie Möglichkeiten zur Vermittlung in bestehende Hilfs- und Unterstützungssysteme.

Nach Schätzungen der Alzheimer Gesellschaft sind rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt. Aufgrund der Alterung der Bevölkerung wird dieser Anteil weiter zunehmen. Diese Entwicklung führt dazu, dass immer mehr eingeschränkte Personen in der ersten Phase der Erkrankung noch selbstbestimmt am Alltagsleben teilnehmen.

Hierbei können bei den Betroffenen Verhaltensmuster zutage treten, die beim Kontakt mit Außenstehenden zur Überforderung führen. Solche Situationen können beim Einkaufen, im Bus oder im Restaurant auftreten.

Um Personen im Alltag – zum Beispiel Mitarbeiter im Einzelhandel, Finanzdienstleister, Verkehrsbetriebe, Rettungsdienste –, die Demenzerkrankten begegnen können, auf mögliche atypische Verhaltensweisen Betroffener vorzubereiten und ihnen Lösungsansätze für einen respektvollen Umgang mit Erkrankten aufzuzeigen, bietet das Mehrgenerationenhaus in Meinersen diese 90-minütige Multiplikatorenschulung zum Thema Demenz an.

Interessierte melden sich per E-Mail bis Dienstag, 12. September, verbindlich bei Andrea Hanke (andrea.hanke@sg-meinersen.de) an.

Baufortschritt und Finanzierung

Der Ausbau des Mehrgenerationenhauses am Gajenberg in Meinersen schreitet voran: Die Handwerker geben sich dort die Klinke in die Hand. Langsam entsteht, was laut Plan Anfang Januar eingeweiht werden soll – ein Treffpunkt für Senioren und Schüler, Eltern und Kinder. Für den Bau fließen Fördermittel in Höhe von 165.000 Euro (AZ berichtete). Jetzt gibt es eine weitere Finanzspritze: 40.000 Euro sollen laut Mitteilung der Bundestagsabgeordneten Ingrid Pahlmann jährlich für Beratungsangebote fließen.

Das ehemalige Hausmeisterhaus auf dem Hof der Realschule Meinersen bietet sich als zentral gelegener Treffpunkt an. War dort bislang die Jugendpflege untergebracht, soll es künftig Büros und als Herzstück ein Café beherbergen. Im Obergeschoss des Gebäudes, das energetisch und barrierefrei saniert wird, soll erneut die Jugendpflege einziehen. 165.000 Euro an Fördermitteln fließen für das Projekt, dessen Kosten insgesamt auf rund 226.000 Euro beziffert werden. Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann teilt zudem mit, dass der Bund diese neue Beratungs- und Koordinierungsstelle jährlich mit 40.000 Euro fördern wird.

Von Hilke Kottlick

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Meinersen

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt "Kreis Gifhorn" für Sie zusammengefasst. mehr

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Viele strittige Entscheidungen in der Fußball-Bundesliga: Was halten Sie vom Videobeweis?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr