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Meinersen Kunstvoller Protest vor dem Rathaus
Gifhorn Meinersen Kunstvoller Protest vor dem Rathaus
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00:16 14.07.2016
Kunst der besonderen Art: Hagen Hoffmann verteilt zwei Eimer Bauschutt von der Wiedenroderstraße vor dem Meinerser Rathaus. Quelle: Christina Rudert
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„Vor eineinhalb Jahren ist die Straße auf diese Weise verbreitert worden für den Baustellenverkehr zum Windpark“, sagt Hoffmann. Damals sei die Rede davon gewesen, dass die Straße nach den Bauarbeiten in ihren ursprünglichen Zustand zurück versetzt werden sollte. „Dort war Rasenfläche, wo jetzt auf 200 Quadratmetern, etwa einen Meter tief, Bauschutt liegt.“

Asphaltbrocken vom Straßenrand, Betonteile, Fliesen, Dachpfannen, Keramik und Glas hat er im Bauschutt ausgemacht. „Das ist eine Wertminderung für die Grundstücke“, schimpft Hoffmann. „Darauf kann man weder laufen noch Fahrrad fahren.“ Im April hat er zum ersten Mal Kontakt zur Samtgemeinde aufgenommen. „Jetzt, zehn Wochen später, teilt man mir mit, dass gar nicht die Samtgemeinde, sondern die Gemeinde für diese Straße zuständig ist“, ärgert er sich. Dass er nun noch die Urlaubszeit abwarten soll bis zu einer Antwort, hat seinen Geduldsfaden reißen lassen, der ohnehin nach diversen Schriftwechseln reichlich dünn war, wie auch dem Tonfall seiner Briefe anzumerken ist.

Auf einem mit Name und Adresse versehenen Zettel, den er zwischen den Bauschutt schiebt, erklärt Hagen Hoffmann die Intention seiner Installation: „Die Gemeindeverwaltung hat - wahrscheinlich unbewusst - auch Land-Art realisiert: Sie verwandelte in Böckelse Grünfläche in einem Wohngebiet in Bauschuttfläche.“ Da sich die Materialien nicht miteinander verbinden, „haben wir hier ein ständig wechselndes Erscheinungsbild der Straße, ablesbare Prozesshaftigkeit: Land-Art vom Feinsten“. Nun hoffe er, dass seine Installation Denkanstöße gibt.

tru

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