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Jungtiere nur im Notfall zum Nabu bringen

Leiferde Jungtiere nur im Notfall zum Nabu bringen

Leiferde. Bärbel Rogoschik vom Nabu-Artenschutzzentrum rät, Jungtiere nur im Notfall mitzunehmen. Viel zu oft werden ihr gesunde Tiere gebracht.

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Die Brut- und Setzzeit naht: Die Artenschützer aus Leiferde appellieren, gesunde Jungtiere nicht zu berühren.

Quelle: nabu

Vögel sammeln bereits für den Bau ihrer Nester. Die Brut- und Setzzeit naht, lange dauert es nicht mehr, bis erste Jungvögel schlüpfen und gerade geborene Kaninchen und Feldhasen im Gras Deckung finden. In diesem Zusammenhang appelliert Bärbel Rogoschik, Chefin im Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde, immer wieder, gesunde Tiere nicht mitzunehmen. Sie werden weiterhin von ihren Eltern gefüttert.

So teilte Rogoschik während der Präsentation der Jahresstatistik mit, dass allein im vorigen Jahr 665 verwaiste Tiere im Zentrum abgegeben wurden. Dabei gehöre es zum normalen Ablauf, dass jeder Finder eines Tieres nach den Fundumständen befragt und - so Rogoschik - „nicht selten mit dem Tier wieder nach Hause geschickt wird“. Denn leider sei es weit verbreitet, dass viele Menschen „gesunde Jungvögel in der Ausflugphase oder auch Jungsäuger zu sich nehmen und zur Aufzucht im Nabu-Zentrum abgeben möchten. Aufgabe der Mitarbeiter dort sei es dann herauszufiltern, ob es sich um ein hilfloses oder ein zu Unrecht eingesammeltes Jungtier handelt. Ausschlaggebend für die Annahme sei stets der Gesundheitszustand des betroffenen Tieres. Denn die Aufnahme von Vögeln und Säugern kann sich Rogoschik zufolge schon aus Kapazitätsgründen nur auf Notfälle beschränken.

Der zweithäufigste Einlieferungsgrund mit 204 Fällen waren im Vorjahr Kollisionen - zumeist mit Autos oder Fensterscheiben. Während Kollisionen im Straßenverkehr „tendenziell schwere Verletzungen nach sich ziehen“, sind Rogoschik zufolge die Heilungschancen bei Scheibenkollisionen etwas besser. Dabei reiche im Idealfall eine kurze Erholungspause für die Genesung.

hik

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