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Junger Flüchtling plant duales Studium

Flüchtlingshilfe Meinersen Junger Flüchtling plant duales Studium

Nicht nur eine Ausbildung, sondern nebenbei auch noch studieren: Der junge Flüchtling Zoan Bi Juvenal aus Meinersen hat sich fest vorgenommen, in seinem Gastland etwas zu werden.

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Erfolgreicher Flüchtling: Mit Unterstützung von Ellen Reck-Neumann startete Zoan Bi Juvenal eine Ausbildung als Koch. Parallel dazu beginnt er jetzt ein duales Studium.
 

Quelle: Hilke Kottlick

Meinersen. Stolze Zahl: Ulf Neumann und Ellen Reck-Neumann vom Flüchtlingshilfeverein der Samtgemeinde Meinersen zogen Bilanz und listeten die Flüchtlinge auf, die seit dem Sommer in Arbeits- oder Praktikumsplätze vermittelt werden konnten – „es sind 17 Personen“, waren Neumanns selbst überrascht. Einen Fall heben sie hervor. Es ist Zoan Bi Juvenal von der Elfenbeinküste. Er ist nicht nur Azubi, er wird parallel dazu studieren.

„Mit dem dualen Studium der Sozial-Arbeit erfüllt sich Zoan Bi Juvenal einen Traum“, sagt Ellen Reck-Neumann. „Die Uni, die den Studiengang anbietet, ist in Hamburg, ein Zentrum davon aber auch in Hannover“, hat sie für den Flüchtling heraus gefunden. Das passt dem 21-Jährigen gut in seinen Arbeitsplan. Absolviert er doch seit Herbst eine Lehre als Koch im hannoverschen Best Western Hotel (AZ berichtete). Denn wenn er auch online studieren will, so wird laut Ellen Reck-Neumann an der Uni in Hannover immer wieder etwas für ihn zu erledigen sein.

Sprache ist alles

Die Weichen für das Studium sind gestellt – „sein Abitur wird gerade von einem Übersetzer geprüft und muss dann beglaubigt werden“, sagt sie. „Dann kann es los gehen“, fürchtet sich der junge Ivory nicht vor der Doppelbelastung Lehre und Studium, wie er sagt. „Mit der Sprache steht und fällt alles“, betonen Neumanns immer wieder. Zoan Bi Juvenal hat das beherzigt. Vor einem Jahr und vier Monaten kam er nach Deutschland. Binnen kürzester Zeit lernte er die Sprache so intensiv, dass der Azubi jetzt in der Berufsschule ein Berichtsheft in Perfektion führt.

Weitere Asylsuchende von der Elfenbeinküste, aus Tunesien, Marokko und Serbien konnten auch vermittelt werden. Einer absolviert laut Ulf Neumann ebenfalls eine Lehre – er arbeitet bei einem Bäcker. Fünf haben feste Jobs – unter anderem im Altenheim oder in der Landwirtschaft. Die restlichen zehn arbeiten „unentgeltlich und genehmigt in Praktika“, betont Neumann. Plätze erhielten sie unter anderem in der Seniorenpflege, der Diakoniestation, einem Restaurant, einer Auto-Werkstatt, in der Landwirtschaft.

Bei der Vermittlung half wiederum Zoan Bi Juvenal. Er versuchte die Qualifikationen der Mitflüchtlinge einzuschätzen. „Das ist eher ein Grobmotoriker, er könnte gut in einer Baufirma arbeiten“, empfahl er, oder: „Er arbeitet filigran mit den Händen und braucht auch noch die Fürsorge einer Familie“. Wie intensiv sich auch die Praktikumsgeber mit den Flüchtlingen beschäftigen, fiel Ellen Reck-Neumann auf, als sie einen Asylsuchenden nach längerer Zeit wieder traf. Sie war überrascht: „Ich konnte kaum glauben, wie gut er deutsch spricht.“

Von Hilke Kottlick

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