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Integrationslotsen machen mobil

Meinersen Integrationslotsen machen mobil

Meinersen. Da geht es mächtig rund im Meinerser Flüchtlingswohnheim: Seit Freitag gibt es dort eine Fahrradwerkstatt. Ein Alltagsdeutsch-Kursus wird auch angeboten. Die Flüchtlinge freuen sich über gespendete Kleidung, Bettwäsche, Spielzeug. Sie lernen Fahrrad-Fahren, und im September steigt ein Zumba-Kursus für alle.

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Flüchtlingswohnheim: In der neuen Fahrradwerkstatt werden gebrauchte Stahlrösser verkehrstüchtig auf Vordermann gebracht.

Quelle: Hilke Kottlick

13 ehrenamtlich aktive Integrationslotsen – ganz frisch ausgebildet in der KVHS – machen mobil und bringen mit Unterstützung von Nadine Bagger von der Jugendpflege der Samtgemeinde Meinersen zurzeit neue Integrationsprojekte in Meinersen auf den Weg.

„Es wird immer nur geredet, jetzt wird gehandelt“, nimmt da unter anderem die Lehrerin Ellen Reck-Neumann aus Meinersen in den Ferien dreimal pro Woche das Ruder für einen Alltagsdeutsch-Kursus in die Hand. Dabei geht es „um handfeste Themen“, sagt sie und benennt Arm, Bein und Hand.

Ralf und Gabriele Dreske aus Ohof spucken ebenfalls in die Hände. Im Kreis der Integrationslotsen haben sie laut Bagger überlegt, dass sie im Flüchtlingswohnheim eine Fahrradwerkstatt anbieten wollen. Der Erfolg gibt ihnen recht – mit großem Eifer basteln große und kleine, alte und junge Bewohner gemeinsam mit Dreskes an den Fahrrädern, die in großer Vielzahl nach einem Aufruf gespendet wurden. Ziel dieser Aktion ist es laut Bagger, dass künftig für jeden Flüchtling ein verkehrssicheres Fahrrad zur Verfügung steht. Auch Bettwäsche, Bekleidung, Spielzeug und mehr wird Bagger zufolge nach einem entsprechenden Appell und durch Mundpropaganda immer wieder abgegeben, von den Integrationslotsen sortiert und sofort verteilt.

  • Weiteres ist geplant. Wer helfen möchte, erfährt Details bei Nadine Bagger unter Tel. 05372-9719456.

 hik

Handeln statt reden

Meinersen. Integrationslotsen packen an: „Nicht nur reden, sondern handeln“, ist das Motto von Ellen Reck-Neumann. Sie gibt einen Deutsch-Kursus.

„Es stehen viele Häuser leer, damit könnte man Familien helfen“, appelliert Annegret Kahle. Die Ahnserin zeigte in ihrer Küche drei Flüchtlingen, wie sie Apfelmus kocht - das Ergebnis wurde im Heim verteilt. „Wir wollten uns ehrenamtlich engagieren“, sagt auch Gabriele Dreske aus Ohof. Gemeinsam mit ihrem Mann Ralf Dreske hob sie das Projekt Fahrradwerkstatt aus der Taufe - zur Begeisterung aller. Seitdem wird emsig gewerkelt, und: „Man kriegt viel zurück“, hat sie erfahren.

„Ich bin selbst Ausländerin, spreche mehrere Sprachen. Ich weiß, wie es ist, im fremden Land zu leben“, sagt die Mexikanerin Teresa Fernandez. Die Integrationslotsin übt mit den Flüchtlingen Radfahren und plant für Mittwoch, 9. September, um 17 Uhr einen Zumba-Abend im Kulturzentrum für alle - für Ausländer und Deutsche.

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