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Im ersten Jahr 250 Menschen versorgt

Bilanz der Kleiderkammer Meinersen Im ersten Jahr 250 Menschen versorgt

Das erste Jahr verlief zufrieden stellend: Etwa 520 Personen suchten die Kleiderkammer in Meinersen auf, um sich dort mit gespendeten Jacken, Hosen oder Pullovern zu versorgen. Nach zwölf Monaten Betrieb ist nun Zeit für eine erste Bilanz und für einen Ausblick.

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Erfolgreiches erstes Jahr: Ellen Reck-Neumann (l.) und Heike Töpel in der Meinerser Kleiderkammer.
 

Quelle: Hilke Kottlick

Meinersen. Die Zählung stammt von Ulf Neumann vom Flüchtlingshilfeverein der Samtgemeinde Meinersen. Gemeinsam mit Ellen Reck-Neumann, Heike Töpel und weiteren Helfern, betreiben Neumanns seit zwölf Monaten die Einrichtung, gelegen über dem Meinerser Jugendtreff in der Schmiedestraße 9.

„Anfangs war es brutal“, blickt Ellen Reck-Neumann auf die erste Zeit in der Kleiderkammer zurück. „Da kamen 15 bis 20 Personen gleichzeitig.“ Auch an die Renovierungszeit, die für die Wohnung notwendig war, erinnert sie. „Ohne Unterstützung aus dem Dorf und die Hilfe seitens der Flüchtlinge hätten wir das nicht geschafft.“ Einiges musste in der Kleiderkammer dann von Beginn an klargestellt werden. So unter anderem, „dass eine Person maximal zwei Jacken erhält“. Das haben die Besucher schnell verstanden, versichern Töpel und Reck-Neumann. Ebenso musste auf einen ordentlichen Ablauf geachtet werden. Jetzt hat sich laut Reck-Neumann alles eingespielt. „Pro Termin kommen acht bis zwölf Besucher“, sagt Heike Töpel, die von Reck-Neumann als „unsere gute Fee“ bezeichnet wird, weil sie stets da ist, wenn sie gebraucht wird.

Die Tür der Kleiderkammer in Meinersen ist donnerstags von 16 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Das hat sich längst herum gesprochen. Kamen anfangs vorrangig Flüchtlinge, um sich mit Kleidung einzudecken, kommen laut Reck-Neumann jetzt zunehmend Einheimische, um nach Kinderkleidung, Wintermänteln oder Schuhen zu suchen.

Es läuft also in der Meinerser Kleiderkammer – aber zwei Wünsche bleiben offen: Heike Töpel sucht Verstärkung. Sie würde sich zu den genannten Zeiten über Unterstützung freuen. „Wer Interesse hat, soll einfach vorbei kommen und sich alles ansehen“, sagt sie. Ellen Reck-Neumann äußert die zweite Bitte – die nach einer funktionierenden Toilette – Besucher-Kinder würden danach häufig fragen. Darauf antwortete auf AZ-Anfrage jetzt Samtgemeindebürgermeister Eckhard Montzka. Demnach plant der Landkreis im kommenden Jahr den Vertrag für das Flüchtlingswohnheim im Gewerbegebiet nicht zu verlängern und die Asylsuchenden in dezentralen Wohnungen unterzubringen (AZ berichtete exklusiv). In puncto Nachnutzung des Flüchtlingswohnheims ist laut Montzka nun geplant, dort die Kleiderkammer des Flüchtlingshilfevereins und ebenso die Kleiderkammer der Feuerwehr zu etablieren.

Von Hilke Kottlick

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