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„Ich habe wieder gelernt, mit der Waffe umzugehen“

Meinersen „Ich habe wieder gelernt, mit der Waffe umzugehen“

Er ist wieder unverletzt bei seiner Familie in Meinersen angekommen. Chairi Suleyman kehrte jetzt vom Einsatz gegen die Terrormilizen des Islamischen Staates (IS) im Nordirak zurück.

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Im Nordirak: Chairi Suleyman (l.) zog es an die Seite der HPS.

Zwei Wochen lang hatte sich der 42-Jährige dort einer jesidischen Bürgerwehr in den Sindschar-Bergen im Nordirak angeschlossen (AZ berichtete).

„Wir hatten dort ein Lager nur etwa zwei Kilometer von der Stadt Sindschar entfernt.“ Dabei musste er - weil sein Herzleiden offenbar bekannt war - nicht kämpfen, sondern nur beobachten. „Ich war jede Nacht auf Wache“, sagt er. Dabei hörte er Schüsse und Explosionen. Zum befürchteten Kampf gegen die IS kam es jedoch nicht. Trotzdem betont der 42-Jährige: „Ich habe ein Ziel erreicht. Ich habe wieder gelernt, mit der Waffe umzugehen und kann mich schützen.“

Lange Jahre hatte Chairi Suleyman kein Gewehr abgefeuert. Bevor er in den Einsatz gegen die IS am Rand des Sindschar-Gebirges zog, habe er im Camp eine kurze Einweisung erhalten. Der Meinerser Jeside übte sich darin, Waffen zu handhaben. „Ich habe auf Steine geschossen und drei von sechs getroffen“, sagt er. Und das kann überlebenswichtig sein, denn: „Ich gehe Ende Mai wieder rüber“, sagt er. Obwohl als elffacher Familienvater in Verantwortung für seine Kinder, fühlte sich Suleyman verpflichtet, in diesen Krieg zu ziehen. Denn es sei ein Krieg „gegen mein Volk, die Jesiden“ - die vom IS wegen ihres Glaubens verfolgt, verschleppt, ermordet werden. Er nennt seinen größten Traum: „Beim großen, gemeinsamen Angriff auf den IS im Sindschar-Gebirge dabei zu sein.“

Von Hilke Kottlick

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