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Meinersen Bode-Kirchhoffs halten ungarische Wollschweine
Gifhorn Meinersen Bode-Kirchhoffs halten ungarische Wollschweine
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00:15 02.01.2019
Fühlen sich wohl: Die Höfener Schweine kennen keine Massentierhaltung, aber Auslauf, Regen, Gras, Sonne. Quelle: Hilke Kottlick
Höfen

Warum Hinnerk Bode-Kirchhoff diese Schweinerei angeschafft hat, ist ganz einfach: „Damit Kinder mal sehen, wie ein echtes Schwein aussieht“, sagt der Landwirt. Bietet er doch im Sommer das Maislabyrinth in Höfen an. Und auf dem Gelände dort laufen – eingezäunt versteht sich – neun Schweine.

Mais fürs Foto-Shooting

Ein weiteres steht zurzeit im Stall. „Es hat offenbar Schmerzen am Rücken und kann sich deshalb bei der Fütterung nicht gegen die anderen durchsetzen“, sagt er und wedelt vor den anderen neun Glücksbringern mit trockenem Mais herum. Das beeindruckt die beiden Hausschweine ebenso wie die ungarischen Wollschweine enorm. Allesamt kommen sofort heran zum Foto-Shooting.

Robuster als Hausschweine

Die haarigen Schweine sind dem Landwirt zufolge robuster als die Hausschweine. Sie können wegen ihres Fells „gut draußen gehalten werden“, hat er sich informiert. Dabei erinnert die Kopfform der wolligen Gesellen an Wildschweine. Bode-Kirchhoff bestätigt: „Die Ferkel, die unsere Wollsau geworfen hat, waren anfangs gestromt wie Frischlinge.“

Pinsel aus Borsten gebastelt

Die Familie hält die Schweine aber nicht nur zum Betrachten. Im Sommer ging es den grunzenden Tieren auch mit der Schere an den Pelz. „Meine Frau hat gemeinsam mit den Kindern Pinsel aus ein paar abgeschnittenen Borsten gebastelt und anschließend wurden damit auch Bilder gemalt.“

Schweine im Glück

„Das Fleisch der Wollschweine ist bedeutend speckiger als das der Hausschweine“, überlegt der Landwirt, aus der grunzenden Zehnergruppe eines schlachten zu lassen. Dabei weiß er, dass es schwierig sein wird, einen Hausschlachter zu finden. So bleiben auf dem Hof in Höfen vielleicht doch zehn grunzende Portionen Glück erhalten – zehn glückliche Schweine, die keine Massentierhaltung kennen, aber Gras und Regen, Freiheit und Sonne. Schweine im Glück eben – und sie bringen Glück.

Das Schwein als Glückssymbol

Bereits für die germanischen Völker war laut Internet-Lexikon Wikipedia der Eber ein heiliges Tier. So wird der Wagen des Gottes Freyr vom Eber Gullinborsti gezogen. Das Schwein ist ein Zeichen für Wohlstand und Reichtum, da es als Symbol der Fruchtbarkeit und Stärke gilt. Darüber hinaus galt bei den Griechen und Römern derjenige als privilegiert, der über viele Schweine und somit letztlich auch Nahrung verfügte. Im Mittelalter liefen Schweine frei auf den Straßen herum und galten als Glückssymbol. Sie waren einfach zu halten, brauchten kein teures Futter. Eine Sau kann zweimal pro Jahr Nachwuchs bekommen – bis zu zehn Ferkel pro Wurf.

Von Hilke Kottlick

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