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Hillerser Angler: „Algen-Alarm!“

Hillerse Hillerser Angler: „Algen-Alarm!“

Hillerse. Bräunlich-grün schimmert der glitschige Belag. Er überwuchert die gesamte Fläche des Oker-Altarms bei Hillerse. Von „Algen-Alarm“ sprechen die Mitglieder des Angelsportvereins (ASV) Hillerse. Sie befürchten, dass die grüne Pest weitere Gewässer verseuchen könnte.

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Algen-Alarm: Bernd Schlüsche (l.) und Martin Behm vom Angelsportverein Hillerse an dem Oker-Altarm, dessen Oberfläche bereits vollständig mit den wuchernden Pflanzen bedeckt ist.

Quelle: Kottlick

„Während einer Gewässerbegehung vor vier Wochen ist mir am Oker-Altarm ein starker Bewuchs von Schwimmpflanzen aufgefallen“, berichtet ASV-Mitstreiter Martin Behm. Erst bei näherer Betrachtung habe er erkannt, dass es sich dabei nicht um das bekannte Entenflott, sondern um andere Algen handelt. Er recherchierte und stellte fest, dass sich der Große Algenfarn in Hillerse ausbreitet. Ursprünglich in USA beheimatet, ist dieser Farn laut Behm durch Aquarianer und Gartenteichbesitzer in die freie Natur eingeschleppt worden.

Behm und ebenso ASV-Chef Bernd Schlüsche befürchten nun, dass diese Pflanze wegen ihres schnellen Wachstums heimische Arten bedroht und das gesamte Gewässersystem gefährden könnte. „Unter der fast geschlossenen Algendecke erstickt alles“, meint Schlüsche. Anlass für den ASV, Biologen und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Gifhorn zu informieren.

Analysen der Pflanzen sollen Behm zufolge jetzt zeigen, ob der Algenfarn mit Schadstoffen belastet ist. Sollten die Pflanzen bei Frost absterben und auf den Grund sinken, „wäre das eine ökologische Katastrophe“, meint er. Zeigen die Proben keine Belastung, hoffen Behm und Schlüsche auf den Einsatz eines Mähbootes von der Stadtentwässerung Braunschweig. Dieses Boot ernte die Algen quasi ab. Im Anschluss könnten sie vernichtet werden, sagen die Hillerser.

„Aber wer trägt die Kosten von 2000 Euro?“, fragen die ASVler. Es bestehe Handlungsbedarf und sie hoffen auf Spenden. Infos dazu unter Tel. 05373-7493.

  • Um ein weiteres Ausbreiten des Algenfarnes einzudämmen und eine Übertragung auf andere Gewässer zu vermeiden, ist der Oker-Altarm laut ASV zurzeit für das Angeln gesperrt.

hik

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