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Meinersen Nachwuchs von Mai und Fridolin lernt fliegen
Gifhorn Meinersen Nachwuchs von Mai und Fridolin lernt fliegen
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00:17 15.07.2018
Via Webcam zu beobachten: Der Jungstorch startet erste Flugversuche. Quelle: privat
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Leiferde

Nach der bewegten Vorgeschichte des Storchenpaares auf dem Schornstein des Nabu-Artenschutzzentrums Leiferde waren laut Zentrums-Chefin Bäbel Rogoschik alle gespannt, wie es bei dem neu zusammengefundenen Paar weitergeht.

Die anfangs ablehnende Haltung von Fridolin gegenüber der neuen Storchendame Mai verflog schnell, und so fand er sich mit der neuen Partnerin ab. Zusammen wurde dann am Nest gebaut, Paarungen fanden statt, Eier wurden gelegt und das Paar brütete.

Ältester Storch überlebt

Am 11. Mai schlüpfte der erste Jungstorch auf dem Schornstein des Zentrums. Drei weitere Geschwister überlebten nicht. Den Grund sieht Rogoschik in einem Nahrungsengpass, verbunden mit der ersten Brut von Störchin Mai und deren Unerfahrenheit in der Nahrungsbeschaffung.

Die Zentrums-Chefin freut sich nun auf die kommenden Tage, denn dann startet der Jungstorch seine ersten Ausflüge. „Er wird mit seinen Eltern die Nahrungsgebiete in der Nestumgebung inspizieren und bei einer ,Maus to go’ die richtigen Fangtechniken erproben können“, erklärt Bärbel Rogoschik.

Zweite Storchenfamilie

Eine weitere Storchenfamilie hat sich unweit des Schornsteins auf einer künstlichen Nisthilfe niedergelassen. „Sie ist da schon einen Schritt weiter“, so Rogoschik. „Die Kinder haben die ersten Flugversuche schon hinter sich, stehen aber täglich noch auf ihrem Heimatnest“, so Bärbel Rogoschik.

Der weite Flug in den Süden findet ab August statt, wobei die Jungtiere ohne Eltern, dafür aber gemeinsam in größeren Jungstorchgruppen fliegen. Die Eltern müssen sich erst einmal von der Aufzucht erholen und Fettreserven anlegen, bevor auch sie ihre Reise in den Süden starten.

„In den nächsten Wochen wird es zu reichlich umherfliegenden Jungstörchen im Nabu-Artenschutzzentrum kommen“, freut sich Bärbel Rogoschik. Die Kamera sollten die Besucher auf alle Fälle bei einer Visite im Gepäck haben.

Das Zentrum ist im Sommer täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Via Webcam unter www.nabuzentrum-leiferde.de kann man die frischgebackene Jungfamilie beobachten.

Von Hilke Kottlick

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