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Flug nach Hamburg: Flying Hope hilft unheilbar krankem Mädchen

Hillerse Flug nach Hamburg: Flying Hope hilft unheilbar krankem Mädchen

Während ihre Geschwister aufgeregt an den großen Tag denken, versteht Lenja wohl kaum, welch Geschenk auf sie wartet. Die körperlich schwer kranke und geistig behinderte Elfjährige aus Hillerse wird jetzt vom Braunschweiger Regionalflughafen Waggum zum Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke geflogen - kostenlos, von einem Piloten des Netzwerks „Flying Hope“ - „Fliegende Hoffnung“.

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Freuen sich auf den Flug nach Hamburg und den Aufenthalt im Hospiz: Jalina (v.l.) und Maja mit der kranken Lenja und Bruder Jona.

Quelle: Hilke Kottlick

Während ihre Geschwister aufgeregt an den großen Tag denken, versteht Lenja wohl kaum, welch Geschenk auf sie wartet. Die körperlich schwer kranke und geistig behinderte Elfjährige aus Hillerse wird jetzt vom Braunschweiger Regionalflughafen Waggum zum Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke geflogen - kostenlos, von einem Piloten des Netzwerks „Flying Hope“ - „Fliegende Hoffnung“.

„Im Auto sitzend können wir Lenja gar nicht bis nach Hamburg transportieren, die Fahrt dauert viel zu lange“, sagt Sandra Döppner, Mutter des Mädchens, das mit einem Chromosomen-Fehler geboren wurde. Die geistig behinderte Elfjährige ist Leber-transplantiert. „Lenja muss bis zu 13 Mal pro Jahr im Krankenhaus behandelt werden, sie ist oft krank, leidet an eingeschränkter Nierenfunktion“, berichtet ihre Mutter. Schwester und Pflegedienst betreuen das Mädchen rund um die Uhr.

Laut ärztlicher Prognose „wird Lenja das junge Erwachsenenalter nicht erreichen“, sagt Sandra Döppner. Sie erfuhr vom Kinderhospiz Sternenbrücke. Unheilbar erkrankte Kinder werden dort auf ihrem Weg begleitet. „Seit 2012 sind wir zweimal pro Jahr zur Entlastungspflege dort“, berichtet Sandra Döppner. Wurde ihre Tochter anfangs im Krankenwagen liegend transportiert, erfuhr Sandra Döppner später von der Organisation Flying Hope. Sie nahm Kontakt auf - mit Erfolg: „Lenja wurde bereits einmal von Waggum nach Hamburg geflogen.“ Jetzt folgt der zweite Flug. Schön dabei: Ein Pfleger darf mitfliegen, ebenso die Geschwister Jona (8) und Maja (4). Mehr Platz bietet das kleine Flugzeug nicht - die kleine Jalina (3) fährt deshalb mit der Mutter im Auto zum Hamburger Hospiz.

 Das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg unterstützt seit 2003 unheilbar erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 27 Jahren dabei, gemeinsam mit Angehörigen einen würdevollen Weg bis zu ihrem Tod zu gehen.

Erkrankte werden nicht nur in der letzten Lebensphase, sondern auch während des oft viele Jahre andauernden Krankheitsweges im Rahmen der Entlastungspflege begleitet. Es gibt dort aber nicht nur Pflege, Therapien und Trauerbegleitung – auch Ausflüge stehen im Programm. „Auch für uns Eltern und die Geschwister, die ebenfalls im Hospiz wohnen, gibt es Angebote“, erzählt die Mutter der schwerkranken Lenja. „Wir werden dort rund um die Uhr versorgt. Es ist ein Ort der Ruhe“, sagt Sandra Döppner. Der Tod sei im Hospiz kein Tabu-Thema. „Dort werden auch Geschwister-Kinder begleitet und vorbereitet“, weiß die Mutter. Sterben Kinder, „darf jeder daran teilnehmen, sogar der Sarg wird bemalt.“

hik

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