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Feuerwehr fällt widerrechtlich Bäume am Gerätehaus

Seershausen Feuerwehr fällt widerrechtlich Bäume am Gerätehaus

Gerd Hoffmann aus Seershausen ist sauer, weil zwei Eichen am Feuerwehrhaus gefällt wurden. Die Bäume standen zwischen Feuerwehrhaus und Dorfgemeinschaftshaus. „Die Wehr hat die Bäume gefällt, um dort einen Container aufzustellen“, sagt Hoffmann. 

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Tradition vernichtet: Gerd Hoffmann ärgert sich über das Fällen von Königseichen, die einem Container der Feuerwehr Platz machen sollen.

Quelle: Hilke Kottlick

Seershausen. Was ihn sauer macht: „Ich finde, das ist ein Unding, da es sich um Königseichen handelt, die von Schützenkönigen gepflanzt wurden.“

So ganz einverstanden mit der Fällaktion ist auch Ralf Heuer, Chef des Fachbereichs Ordnung in der Verwaltung, nicht: „Leider hat die Feuerwehr in Unkenntnis der Rechtslage während der Brut- und Setzzeit die Bäume gefällt“, sagt er. Da Heuer aber die Behörde in der Verantwortung sieht, hat er jetzt „bei der Unteren Naturschutzbehörde Selbstanzeige gestellt“.

Die Brandschützer aus Seershausen benötigen Heuer zufolge mehr Stauraum für Material. Um einen teuren Anbau zu vermeiden, kam von der Wehr die Idee, einen gebrauchten Container neben dem Feuerwehrhaus aufzustellen. Dafür jedoch mussten Königseichen weichen. Laut Ortsbrandmeister Mark Ragwitz hatte die Schützengesellschaft dagegen keine Einwände. Daraufhin sei auch Heuer informiert worden. Kurz darauf wurden die Bäume gefällt - wohl zu schnell, denn laut Heuer lag noch keine Genehmigung für diese Aktion vor, die in der Brut- und Setzzeit erfolgte. „Da hat jemand zu schnell und in Unkenntnis der Rechtslage gehandelt“ sagt er und räumt ein: „Das kann passieren, darf aber nicht.“ Die Feuerwehr verteidigt die Aktion: „Wir sind davon ausgegangen, dass alles rechtens ist“, sagt Ragwitz. Für das augenscheinliche Missverständnis sieht Heuer die zuständige Behörde in der Verantwortung. Er stellte daher Selbstanzeige beim Landkreis - die Antwort steht noch aus.

Gerd Hoffmann macht seinem Ärger Luft: „Hier wurde ein Stück Tradition vernichtet“, sagt er mit Blick auf die Eichen, die ehemals von Schützenkönigen gepflanzt wurden. Auch trage ein Container seiner Meinung nach nicht „zur Verbesserung des Gesamtbildes am DGH bei“. Ragwitz hält dagegen, dass der Container saniert und frisch gestrichen werden soll. Hoffmann hofft jedoch: „Unter Bewahrung der Tradition lässt sich bestimmt in Zusammenarbeit mit der Samtgemeindeverwaltung ein anderer Standort finden.“

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