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Meinersen Exotische Tiere: Nabu warnt vorm Aussetzen
Gifhorn Meinersen Exotische Tiere: Nabu warnt vorm Aussetzen
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15:30 30.06.2015
Auf geht‘s in die Ferien: Wo bleiben die exotischen Haustiere wie Schildkröte, Papagei oder Schlange? Der Nabu warnt vorm Aussetzen.
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Die Ferien rücken näher. Unzählige Menschen fahren in nah- oder ferngelegene Gebiete, um sich zu erholen. Der Hund wird im besten Fall mitgenommen, die Katze vom Nachbarn versorgt, der Wellensittich kommt zur Oma und das Meerschweinchen geht in Pension. „Aber was ist mit den exotischen Haustieren?“, fragt Bärbel Rogoschik.

Laut der Leiterin des Leiferder Nabu-Artenschutzzentrums mussten dort aktuell bereits zwei ausgesetzte Wasserschildkröten aufgenommen werden. Klar ist laut Rogoschik, eine Schlange ruft bei der Ferienpflege keine Begeisterungsstürme hervor. Eine Echse ist nicht einfach mit ihrem Terrarium zu transportieren und ein Papagei macht in neuer Umgebung ohrenbetäubenden Lärm.

Die Naturschützer vom Nabu-Artenschutzzentrum Leiferde raten dazu, sich umfassend über die Bedürfnisse eines Haustieres zu informieren, egal, ob es sich um ein Kaninchen oder eine Schildkröte handelt. Dazu gehöre in jedem Fall die Überlegung, wo das Tier untergebracht wird, wenn Besitzer im Urlaub oder auch mal im Krankenhaus sind. Keinesfalls eine Lösung sei das Aussetzen in eine für den ehemaligen Hausgenossen feindliche und oft tödliche Umgebung.

So gerade geschehen mit zwei Wasserschildkröten aus dem Landkreis Gifhorn, die jetzt in Leiferde gepflegt werden müssen. „Das Nabu-Artenschutzzentrum nimmt pro Jahr mehr als 2000 artengeschützte Wildtiere auf, die krank oder verletzt sind, aus nicht artgerechter Haltung stammen oder auf Grund fehlender Papiere beschlagnahmt wurden“, sagt Rogoschik.

Sie appelliert zu helfen - mit einer Patenschaft für ein Tier im Nabu-Zentrum. Infos dazu unter: www.nabu-niedersachsen.de.

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