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„Der einzige nüchterne Zeuge war ein Pferd“

Leiferder Seniorennachmittag „Der einzige nüchterne Zeuge war ein Pferd“

Serviert wurden Anekdoten aus dem Gerichtssaal, Musik auf dem Klavier, eine Predigt, dampfender Kaffee und schmackhafter Kuchen: All diese Zutaten zusammen genommen ergaben einen unterhaltsamen Nachmittag für die Senioren in Leiferde.

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Seniorennachmittag: Der ehemalige Richter Martin Hartleben erzählte Anekdoten aus dem Gerichtssaal.
 

Quelle: Hilke Kottlick

Leiferde.  Organisatorin Brunhild Glaß von der Kirchengemeinde dagegen schloss am Abend schweren Herzens die Tür hinter sich – sie hört aus familiären Gründen auf.

Für beste Unterhaltung der rund 50 Senioren im DGH Leiferde sorgte Martin Hartleben. Der Richter a.D. erzählte Anekdoten aus dem Gerichtssaal. Er berichtete von „dem einzigen nüchternen Zeugen, einem Pferd“. Genauso schilderte er den Fall eines Flettmeraners, der aus dem hannoverschen Rotlichtmilieu eine Dame zu sich nach Hause einlud und dort entsetzt feststellen musste, dass sie „Stützstrümpfe trug“. Nichts ging da mehr laut Hartleben und der Mann holte sich gewaltsam seine 50 Euro zurück, um die Prostituierte dann angetrunken zum Bahnhof in Meinersen zu fahren. Was dem Flettmeraner blieb war eine Anzeige, laut Hartleben erstattet von dieser Frau wegen „Raub und Trunkenheit am Steuer“.

Der Richter a.D. hatte weiteres auf Lager – von einem stotternden Angeklagten, der sich von einem ebenfalls stotternden Staatsanwalt verklappst fühlte. Genauso erzählte er von einer Frau, die „aus Angst vor den Russen“ ein Waffenarsenal lagerte und er sprach von dem Landwirt, der mit kopierten Geldscheinen einen Dieb überführen wollte und dann selbst dran war. Zwischendurch setzte sich Hartleben ans Klavier und sorgte – ebenso wie im Anschluss der Schüler Tobias Lübeß – für Musik.

Zum Abschluss hielt Brunhild Glaß eine Predigt. Nach sieben Jahren war es für sie der letzte Seniorennachmittag, den sie mit organisiert hatte. „Ich gehe schweren Herzens“, sagte sie und begründete den Schritt mit familiären Gründen. Den nächsten Seniorennachmittag richtet die Gemeinde im Dezember als Adventsfeier aus. Im kommenden Jahr kümmern sich wieder DRK und Kirche um die Organisation. „Wer das dann macht, steht noch nicht fest“, sagte Glaß.

Von Hilke Kottlick

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