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Meinersen Bürgerbusverein: „Wir sind auf der Zielgeraden“
Gifhorn Meinersen Bürgerbusverein: „Wir sind auf der Zielgeraden“
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18:00 11.09.2017
Auf der Zielgeraden: Der Meinerser Bürgerbus soll ab 24. Oktober durch die Samtgemeinde rollen. Quelle: dpa
Meinersen

„Wir sind auf der Zielgeraden, haben aber noch viele Baustellen zu bewältigen“, blickt Bürgerbusvereinschef Rainer Rinke auf viel Arbeit, die noch zu erledigen ist. Als erstes nennt er die Werbung möglicher Sponsoren. „Wir haben viele Firmen mit der Bitte um Unterstützung angeschrieben, aber nur wenige Antworten erhalten“, sagt Rinke. „Es flutscht nicht so, wie man sich das vorstellt, vieles ist noch in der Schwebe.“ Sparkasse und LSW sind mit im Boot, sagt er und hofft, dass die Samtgemeinde mit dem Wappen auf dem Bus vertreten sein wird.

Während der Bürgerbus am Dienstag abgeholt wird, lief bereits die vorgeschriebene Untersuchung der 26 ehrenamtlichen Busfahrer. „Sechs von ihnen haben die ärztliche Kontrolle nicht bestanden“, sagt Rinke. Damit kann das Ziel, pro Fahrer alle 14 Tage eine Fahrt, nicht aufrecht erhalten werden. Fazit laut Rinke jetzt: Alle Vorstandsmitglieder sind als Fahrer dabei. Das kann kein Dauerzustand sein, meint er und wirbt deshalb nach wie vor für weitere Busfahrer. Nächstes Thema, das beackert werden muss, ist die Fahrerschulung. „Sie hat bereits im Haus der Vereine in Hillerse begonnen.“ Bei zwei Schulungsterminen ist auch die Meinerser Polizei dabei, sagt er. Dabei appelliert er an die Fahrer, möglichst an einer Schulungsveranstaltung mit den Beamten teilzunehmen und sich dafür unter Tel. 053783-7376 (Gerd Wolf) oder 05375-1485 (Klaus Wietfeld) anzumelden. Das siebenköpfige Vorstandsteam hat bereits viel geleistet. „Wir sind viele Rentner, da geht das“, sagt Rinke, und er betont zugleich kämpferisch: „Wir sind ein Team, das die Absicht hat, das Ding zu meistern.“

Suche nach einem Stellplatz

Bis der Bürgerbus – wie jetzt geplant – am 24. Oktober durch die Samtgemeinde Meinersen rollt, gibt es noch viel zu tun. Vereins-Chef Rainer Rinke nennt dabei auch „die Suche nach einem Stellplatz für den Bus“. Angedacht ist, den Bus auf dem eingezäunten Bauhofgelände in Müden abzustellen. „Dann bräuchten wir nur den Schlüssel“, sagt Rinke. Er verweist zugleich darauf, dass es vorteilhaft wäre, wenn auch ein Büro als Fahrertreff zur Verfügung stünde. Die Linienführung steht, der Bus wird auf den Linien von VLG und Bischof-Brauner fahren.

Viele Orte – von Hahnenhorn bis Hillerse – werden dabei berücksichtigt, nur das Einkaufszentrum bei Rewe ist „aus irgendwelchen Gründen nicht mit dabei“, ärgert er sich. Dabei fährt laut Rinke der Bürgerbus das erste Halbjahr zur Probe. „Steigen zu wenig Leute ein, müssen wir vielleicht ein Ruf-System entwickeln“, sagt er. 93.000 Euro kostet der Bus, mit 64.500 Euro fördert die Landesnahverkehrsgesellschaft, mit 30.000 Euro der Landkreis die Anschaffung. Für die Betriebskosten muss der Verein sorgen. Das bedeutet für Rinke: „Wir kämpfen um Werbung“,, denn: „Fahren pro Tag 30 Leute für jeweils 2,70 Euro mit dem Bus, können wir davon gerade die Spritkosten bezahlen“, sagt der Vereinschef. Er weiß, alles muss sich erst einspielen, betont aber auch: „Wir wollen den Bürgerbus.“

Starterparty am 23. Oktober

Der Bürgerbus wird am heutigen Dienstag, 12. September abgeholt. Eine Starterparty ist für Montag, 23. Oktober, geplant. Der Linienstart soll am Dienstag, 24. Oktober, erfolgen.

Baustellen sind nach wie vor laut Rinke: Bus-Stellplatz, Kfz-Versicherung, Tankstelle, Handy-Station für den Bus, Inspektion bei Mercedes – Reservefahrzeug bei möglichem Ausfall des Busses, Ausstattung der Haltestellen, Verteilen der Fahrpläne, Fahrer-Toilette während der fünfstündigen Tour in Hillerse, Reinigung des Bus-Innenraumes und letztlich: „Die Organisation der Einweihungsfeier.“

Von Hilke Kottlick

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