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Böller und Salz: Gefahr für Flüsse

Meinersen Böller und Salz: Gefahr für Flüsse

Meinersen. Streusalz und die Reste von Silvester-Böllern gefährden laut Hans-Jürgen Sauer, Sprecher der Aller-Oker-Lachsgemeinschaft (AOLG), den Lebensraum Fließgewässer mit seinen Fischen und „Fischnährtieren wie den Bachflohkrebsen“, sagt der Braunschweiger, der regelmäßig am Meinerser Fischpass aktiv ist.

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Fischsterben: Die Reste von Knaller und Streusalz gefährden das Leben den Flüssen.

Quelle: Photowerk (bas Archiv)

Er nennt den Grund: Danach befindet sich „in den aufgesprengten Knallern das für Fische hochgiftige Nitrit“.

„Da die Reste der Böller häufig lange Zeit auf den Straßen liegen bleiben, spülen bei Regen oder auch bei Tauwetter die verbliebenen Reste über die Regenwasserkanalisation in die Gewässer“, erläutert Sauer.

In diesen Resten enthalten sei hochgiftiges Nitrit, das für Fische gefährlich sei. Folge kann ein Fischsterben sein, das gar nicht wahrgenommen wird, da die Fließgewässer laut AOLG-Sprecher „dann meistens stark eingetrübt sind“.

Sauer warnt weiterhin vor der Gefährdung durch Streusalz. „Für unsere Gewässer und ihre Bewohner sind die Salzfrachten, die im Winter bei Tauwetter in Bäche und Flüsse spülen, eine große Belastung“, sagt er.

Wie nachteilig sich Salz auf Tier- und Pflanzenwelt auswirke, sei am Zustand der Werra erkennbar. „Die Salzwassereinleitungen haben im Werra-Mittellauf großen ökologischen Schaden angerichtet“, weiß Sauer. Viele Fischarten gebe es in dem Fluss gar nicht mehr. Auch die Anzahl der zumeist am Gewässergrund lebenden Krebse, Schnecken, Egel oder Larven spreche dabei ein deutliches Wort. „Von ehemals 64 verschiedenen Arten gibt es heute nur noch einen Flohkrebs, der in der salzbelasteten Werra leben kann“, sagt der AOLG-Sprecher.

hik

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