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Meinersen Biber-Bissspuren an der Aller bei Müden entdeckt
Gifhorn Meinersen Biber-Bissspuren an der Aller bei Müden entdeckt
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18:16 16.01.2018
Biberspuren am Aller-Ufer: Dagmar Delion fiel der angenagte Stamm während eines Spaziergangs von Müden in Richtung Flettmar auf.  Quelle: privat
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Müden

 Tierische Entdeckung am Flussufer: Beim Spaziergang an der Aller zwischen Müden und Flettmar fiel der Blick von Dagmar Delion auf typische Biber-Bissspuren an einem Baumstamm. Was bei der Müdenerin für Erstaunen sorgte, kann Biber-Fachmann Claus Borchert aus Meinersen bestätigen – von Beobachtungen an Aller und Oker.

„Die Ufer der Aller sind bis nach Flettmar hinauf durchgehend von Bibern bevölkert“, weiß Claus Borchert von Exkursionen. Auch an der Oker seien die großen Nager „bis zum Mittellandkanal“ heimisch. Biber-Vorkommen gebe es mittlerweile von Celle bis Braunschweig, bei Wolfsburg und Gifhorn. Fotos von ihnen zu schießen, sei schwierig. „Es ist wie ein Sechser im Lotto“, eines der scheuen Tiere vor die Linse zu bekommen. Biss-Spuren – wie der angenagte Baum, den Dagmar Delion fotografiert hat, seien stets Indiz für Biber-Vorkommen.

Der Biber kehrt zurück: Es gibt mehrere Biotope an Oker und Aller.. Quelle: privat

Aber auch wenn Spaziergänger an Aller und Oker laut Borchert glauben, einen Biber zu sehen, täuschen sie sich zumeist. „Zu 95 Prozent handele es sich um eine Nutria“, ein aus Südamerika stammendes und in Europa eingebürgertes etwa 65 Zentimeter großes Nagetier. Borchert nennt Unterschiede:„Die Nutria hat keinen breiten Biberschwanz“, weiß er. Typisches Erkennungsmerkmal beim Nutria sei der weiße Bart. „Daran können Laien erkennen, ob sie einen Biber oder eine Nutria vor sich haben.“

Um weitere Informationen über die scheuen Biber zusammen zu tragen, entsteht dem Naturschützer zufolge derzeit in Kooperation mit der Aktion Fischotterschutz vom Otter-Zentrum Hankensbüttel eine Bibergruppe. Sie hat laut Borchert das Ziel, die Vorkommen zu lokalisieren und sie fein säuberlich zu kartieren.

Die Beobachtungen Borcherts bestätigt Reinhard Meier von der Nabu-Gruppe der Samtgemeinde Meinersen. „Wir beobachten seit mehreren Jahren bei uns Biber“, teilt er mit. Ein Biotop des Bibers befinde sich in Müden zwischen den Allerbrücken Ahnsen und Flettmar. „Dies sind etwa zwei Kilometer Wasserlauf mit Biberburg“, so der Nabu-Fachmann. Er verweist auf das Foto eines großen, von Bibern angenagten Erlenbaums. „Der Baum hat oberhalb der Fraßstelle einen Durchmesser von 45 Zentimetern.“ Weitere Biberbiotope gibt es laut Meier in der Oker und Aller östlich von Müden sowie im Viehmoor Leiferde.

Von Hilke Kottlick

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