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Meinersen Aus für Großtagespflege in Leiferde
Gifhorn Meinersen Aus für Großtagespflege in Leiferde
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00:26 15.04.2018
Werfen nach zehn Jahren das Handtuch: Ranko und Claudia Lehmann beenden die Großtagespflegestelle Moppelpo in Leiferde. Quelle: Hilke Kottlick
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Leiferde

„Im April sind es genau zehn Jahre, dass wir die Großtagespflegestelle Moppelpo in Leiferde betreiben“, berichtet Claudia Lehmann. Während dieser Jahre „haben wir 146 Kinder betreut“, nennt sie eine beeindruckende Zahl. Wurde diese Tagespflegestelle für bis zu zehn Kinder unter drei Jahren erst im Gilder Weg angeboten, zogen Lehmanns vor sieben Jahren in ein Haus in der Mitauer Straße in Leiferde.

Am 31. Juli ist Schluss

„Mit all dem ist jetzt Schluss“, sagt sie. „Wir haben lange überlegt und uns schweren Herzens entschlossen, zum Ende des Betreuungsjahres am 31. Juli mit der Großtagespflegestelle aufzuhören.“ Laut Ranko Lehmann stimmen die Rahmenbedingungen nicht, dafür sei des Landkreis zuständig und die Samtgemeinde für die Betreuungsplätze. Er zählt nur drei Punkte auf: „Wir haben nur 15 Tage Urlaub im Jahr, dürfen nur fünf Tage krank werden – danach wird kein Geld mehr gezahlt und ein Vertretungsmodell gibt es auch nicht.“

Anlass für die Lehmanns, jetzt die Sachen zu packen. Dabei geben sie offen zu, dass auch das Alter eine Rolle spiele – mit 55 Jahren wünschten sie sich mehr Sicherheiten. Dabei wüssten beide, dass die Aufgabe von Moppelpo angesichts des akuten Mangels an Betreuungsplätzen für die zuständige Samtgemeinde Meinersen eine zusätzliche Belastung sei.

Lehmanns ziehen in ein kleineres Haus

„Wir werden jetzt schweren Herzens in ein kleineres Haus ziehen“, nennen die Lehmanns Pläne. „Wir haben der Samtgemeinde angeboten, unser jetziges, für die Kindertagespflege komplett eingerichtetes Haus, zu kaufen“, sagt das Ehepaar. Die Räume böten Platz für 23 bis 25 Tageskinder.

„Ich überlege, im kleinen Rahmen weiter zu machen und werde die Pflegeerlaubnis behalten“, sagt Claudia Lehmann. Ihr Mann versuche, anderweitig Arbeit zu finden. Sie zeigt sich verhalten optimistisch und sagt: „Um meinen Mann und mich muss sich niemand Sorgen machen.“

Das sagt die Samtgemeinde

Lutz Hesse, Chef des Fachbereichs Bildung und Soziales in der Samtgemeinde Meinersen, teilt dazu auf Anfrage mit, dass er Verständnis für die Situation der Familie habe. „Wir sind bemüht, eine Lösung zu finden“, sagt er mit Blick auch auf den Landkreis und das DRK als Koordinierungsstelle. Ziel ist es laut Hesse, „jetzt einen Weg zu finden, um das Ehepaar für die Tagespflege zu halten.“

Von Hilke Kottlick

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