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Meinersen Anwohner ist sauer: Gemeinde lässt alte Birke in Dalldorf fällen
Gifhorn Meinersen Anwohner ist sauer: Gemeinde lässt alte Birke in Dalldorf fällen
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20:00 14.11.2017
Dalldorf: Henning Kepper ist wütend darüber, dass eine Birke gefällt wurde. Er ist davon überzeugt, dass der alte Baum gesund war. Quelle: Hilke Kottlick
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Dalldorf

Henning Kepper aus Dalldorf ist sauer: Visavis seines Grundstücks stand eine alte Birke. Dieser Baum wurde jetzt auf Anweisung der Gemeinde gefällt. „Der ist krank“, war dem Dalldorfer versichert worden. Kepper jedoch ist überzeugt, dass die Birke gesund war. „Lediglich ein paar trockene Äste mussten entfernt werden“, sagt er. Jetzt ist es zu spät, der Baum wurde bereits geschreddert.

Nur ein kurzer Stumpf erzählt noch von der Birke, die laut Henning Kepper etwa 60 Jahre alt war. Auf Anweisung der Gemeinde ist dem Dalldorfer zufolge der angeblich kranke Baum gefällt worden. „Ich bin Jäger und regelmäßig im Wald, da erkenne ich kranke Bäume“, sagt er. Dazu verweist er auf die beiden Stürme in jüngster Zeit, die der Birke nichts anhaben konnten. „Ein Zeichen dafür, dass der Baum gesund war“, meint der Dalldorfer. Und wenn die Birke jetzt auch bereits geschreddert ist, so ist Kepper auch im Nachhinein darüber noch sauer. „Das war Geldverschwendung. Die rund 1000 Euro für das Fällen hätte man lieber dem Kindergarten spenden sollen“, zählt er einen von drei Kritikpunkten auf. Zweitens leide jetzt die Optik in der Straße und drittens erinnert der Dalldorfer daran, dass auch eine Birke, die ja bei vielen Gärtnern als minderwertig gelte, doch eine Menge Sauerstoff produziere. Keppers Appell an die Gemeinde lautet jetzt, zukünftig etwas sensibler mit alten Bäumen umzugehen.

Tobias Kluge, Gemeindedirektor in Leiferde, antwortete dazu auf Anfrage, dass im Zuge der gesetzlich vorgeschriebenen Baumkontrollen festgestellt wurde, dass an der besagten Birke eine „Einfaulung des Kronenansatzes erkennbar und ein Vitalitätsverlust zu befürchten ist“. Daraufhin musste der zwölf Meter hohe Baum gefällt werden, wie es die beiden Fachleute – unter anderem ein Landschaftsgarten-Meister – festgestellt hatten. Die Profis handelten laut Kluge umsichtig, denn: „Die Verkehrssicherheit geht vor“, so der Gemeindedirektor.

Von Hilke Kottlick

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