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Am Büdchen gibt‘s vieles, das mit Geld nicht zu bezahlen ist

Treffpunkt in Müden Am Büdchen gibt‘s vieles, das mit Geld nicht zu bezahlen ist

Zwischen Cola-Kühlschränken, einem alten Bäcker-Tresen und Regalen voller Zeitschriften, Süßigkeiten und Zigaretten treffen sich an dem alten Holztisch von Carola Kunze im Kiosk „Müdener Büdchen“ Menschen jeden Alters und jeder Herkunft.

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Müdener Büdchen: Heike Hofrichter-Jeackel (v.r.) mit Carola Kunze und einem Kunden.

Quelle: Hilke Kottlick

Müden. Da wird geredet, gefragt und zugehört. Da gibt es Antworten, Ideen und Anregungen. Männer treffen sich zum Plausch auf ein Bierchen, Frauen zum Kaffee - den Kuchen bringen sie gleich mit. Singles finden ein offenes Ohr, Kranke guten Rat.

An sieben Tagen in der Woche finden sie hier eine offene Tür - Sozialarbeit der besonderen Art auf engstem Raum. „Mit großer Freundlichkeit, echter Anteilnahme und immer mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Spruch oder Witz aufwartend, werden die Besucher im Büdchen empfangen“, sagt Heike Hofrichter-Jaeckel.

Die Müdenerin macht sich stark für den Erhalt des kleinen Kiosk in der Hauptstraße und gleichsam für Unterstützung der 52-jährigen Betreiberin Carola Kunze. Hofrichter-Jaeckel ist überzeugt: „Ein Dorf braucht einen Punkt, wo Menschen zusammen kommen, sich austauschen und etwas entspannen dürfen - einen unverbindlichen Treffpunkt für Alt und Jung, für Mann und Frau, für Kind und Kegel.“ Müden hat diesen atmosphärischen Ort, sagt Hofrichter-Jaeckel. Sie bricht immer wieder eine Lanze für die Kiosk-Betreiberin. „Viele Kunden des Büdchens wissen Carola zu schätzen und kommen für ein nettes Gespräch, das Schildern ihrer Sorgen und Nöte oder einfach nur auf einen Kakao oder Kaffee zum Mitnehmen“, sagt sie. Ihr Begeisterung klingt mit, wenn sie beschreibt: „Es duftet dort frisch, und der Kaffee ist heiß. Coole, blaue Beleuchtung taucht die Regale in leicht mystisches Licht, oft stehen Blumen auf dem Tisch.“

„An sieben Tagen in der Woche stehe ich im Kiosk, werktags von 6 bis 20 Uhr, am Sonntag von 8 bis 20 Uhr“, berichtet Carola Kunze. Große Sprünge machen kann sie trotzdem nicht, sagt sie. Der Umsatz im Kiosk reiche gerade fürs Nötigste. Hofrichter-Jaeckel möchte nun nicht nur dieser - wie sie sagt - „Kioskbetreiberin mit Herz“ unter die Arme greifen. Sie will gleichsam dafür sorgen, dass das Büdchen als Treffpunkt für das Dorf erhalten bleibt. Wie sie helfen kann, weiß sie zurzeit noch nicht. Sie denkt daran, vielleicht „wie in Holland üblich“, einen Verein zu gründen, um somit Büdchen und Betreiberin zu unterstützen. Alternativ erwägt sie, ein Spendenkonto zu eröffnen, und sagt gleichzeitig: „Ein kleines Scheinchen passt immer in die Kaffeekasse.“ Auch eine Anfrage beim Samtgemeindebürgermeister hat sie bereits in Erwägung gezogen. Klar ist jedenfalls für Hofrichter-Jaeckel, dass sie für den Müdener Kiosk und dessen Betreiberin ihre Stimme erhebt. Sie hofft auf Mitstreiter, denn sie ist überzeugt: „Es muss etwas geschehen, damit das Büdchen für viele Menschen in Müden erhalten bleibt.“

hik

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