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Meinersen 61,5 Grad vor dem Hähnchengrill
Gifhorn Meinersen 61,5 Grad vor dem Hähnchengrill
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01:27 02.06.2018
Der wohl heißeste Job in Deutschland: Klaus Fischer erträgt zurzeit 61,5 Grad Hitze – gemessen vor dem Grill in seinem Hähnchenwagen. Quelle: Hilke Kottlick
Kreis Gifhorn

Kommt Bäckermeister Torsten Hacke zur Arbeit, sorgt er für Durchzug und lässt kühle Nachtluft durch die Backstube ziehen. „Hier sind nur 32 Grad“, zeigt sein Thermometer mittags an – obwohl kurz zuvor die Backöfen heiß liefen. Indiz für große Hitze ist die Scherbeneismaschine. Sie arbeitet auf Hochtouren. Das Gerät sorgt laut Hacke dafür, dass der Brötchenteig nicht wärmer als 24 Grad wird. Derweil greifen die Mitarbeiter zu Wasser, Tee oder Kaffee – spendiert vom Chef, nicht nur bei großer Hitze.

Scherbeneismaschine in der Backstube läuft auf Hochtouren: Damit kühlt Torsten Hacke den Brötchenteig auf 24 Grad. Quelle: Hilke Kottlick

Einen der wohl härtesten Hitze-Jobs haben die Straßenbauer. In praller Sonne arbeiten sie auf der Kreiselbaustelle an der B 188. Literweise Wasser trinken und dick Sonnenschutzcreme auftragen sind hier laut Bauleiterin Anjelina Niegebar angesagt. 40 Grad in der Sonne von oben, 150 Grad heißer Bitumen von unten, die Arbeiter dazwischen – da wird das Asphalt-Fräsen zur Herausforderung.

Viel Wasser und eine dicke Schicht Sonnenschutzcreme: Asphaltarbeiten zählen zu den heißesten Jobs bei den Bauarbeitern. Quelle: Hilke Kottlick

Das Messen der Emissionen an Heizungen in kühlen Kellern gehört bei Schornsteinfegern zurzeit zu den beliebtesten Aufgaben, sagt Schornsteinfegermeister Ralf Möhle. Bei langer Hitzeperiode stehen aber bald alle Ergebnisse fest. „Rauf aufs Dach“, heißt es da trotz stechender Sonne. Und dann ist es auf dem „Dachfirst so heiß wie auf einer Herdplatte“, vergleicht Möhle. Grund für seine Tochter – Schornsteinfegermeisterin Kyra Geitz – den Leuten schon am kühlen Vormittag aufs Dach zu steigen.

Schornsteinfegerin Kyra Geitz: Der First ist so heiß wie eine Kochplatte. Quelle: Hilke Kottlick

„Ich habe den heißesten Job Deutschlands“, ist Hähnchenbräter Klaus Fischer überzeugt. Das sei vom Wissensquiz Galileo belegt worden. Der Arbeitsplatz in einer Gießerei habe dort auf Platz drei rangiert, der eines Straßenbauers auf Platz zwei und der eines Hähnchenbräters auf Platz eins. In seinem Grillwagen auf dem Rewe-Parkplatz liefert Fischer Beweise. Er zückt ein Thermometer und die Kunden mögen kaum glauben, was sie da sehen – 61,5 Grad heiß ist es an Fischers Arbeitsplatz vor dem Hähnchengrill.

Von Hilke Kottlick

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