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„Wir wollen kein Getto und keine Bruchbuden“

Isenbüttel „Wir wollen kein Getto und keine Bruchbuden“

Isenbüttel. „Noch ist das Thema Flüchtlinge hier vor Ort gar nicht so richtig angekommen“, sagt Isenbüttels Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff. Er ist allerdings überzeugt, dass sich das ändern wird, „denn damit werden wir noch jahrelang zu tun haben“.

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Keine Lösung für Isenbüttel: Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff möchte auf jeden Fall verhindern, dass Flüchtlinge in Turnhallen oder Notunterkünften untergebracht werden.

Quelle: Sebastian Kahnert

Zunächst geht es darum, Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen, die Samtgemeinde sucht - wie andere Samtgemeinden im Landkreis auch - bezahlbaren Wohnraum.

„Zurzeit sind etwa 60 Flüchtlinge hier in der Samtgemeinde“, sagt Metzlaff. Dezentral untergebracht, leben sie in Familien in Ausbüttel, Isenbüttel, Wasbüttel, Calberlah und Wettmershagen. In diesem Jahr sollen - nach aktuellem Stand, der sich jederzeit verändern kann - weitere 100 Flüchtlinge dazu kommen. „Und wir wollen sie auf keinen Fall in Turnhallen einquartieren“, betont der Samtgemeindebürgermeister. Nicht nur, weil die Unterbringung so vieler Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Konfliktpotenzial birgt, sondern auch, um den Vereinen und Schulen die Turnhallen nicht zu entziehen.

Metzlaff erinnert an die 1990er Jahre, „als wir für die Spätaussiedler Übergangswohnheime in einfachem Standard geschaffen haben, die heute noch bewohnt sind“. Ähnlich müsse auch jetzt schnell Wohnraum in einfachem Standard geschaffen werden. „Wir wollen kein Getto und keine Bruchbuden“, betont Metzlaff. Sein Wunsch an die Gemeinden: Bei der Ausweisung neuer Baugebiete auch die Möglichkeit vorsehen, Mehrfamilienhäuser in diesem Standard zu errichten. „Dafür müssen dann natürlich auch Investoren gefunden werden.“

tru

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