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20 Jahre Kinomuseum Vollbüttel Von Bundeswehr-Feldhaus und Nähmaschine

20 Jahre Kinomuseum Vollbüttel, das sind 20 Jahre voller Geschichten und Anekdoten. Das sind Raritäten, die man im Deutschen Technik-Museum in Berlin zu sehen bekommt – und in Vollbüttel.

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Neu im Kino-Museum: Die Musikbox hat Peter Schade-Didschies komplett auseinandergenommen und wieder zum Laufen gebracht.
 

Quelle: Christina Rudert (3)

Vollbüttel.  20 Jahre Kinomuseum Vollbüttel, das sind auch so engagierte Enthusiasten wie Vereinsvorsitzender Peter Schade-Didschies (70) und Wolfgang Graewert (82), der Sonntag für Sonntag das Museum offen hält, egal ob zwei oder 20 Besucher kommen.

Eine Rarität

Eine Rarität: Wolfgang Graewert mit einem 70-Millimeter-Film.

Quelle: Christina Rudert

Die Initialzündung war eine Ausstellung der Privatsammlung von Schade-Didschies 1987 in der Nord-LB in Braunschweig. „1988 haben wir dann den Förderverein gegründet“, berichtet er. Anfang der 1990er Jahre ersteigerte er ein Feldhaus der Bundeswehr, „das wir in mehreren Fuhren per 7,5-Tonner von Husum nach Vollbüttel geholt und auf meinem Grundstück aufgebaut haben“ – das erste kleine Museum.

Der Kartenabreißer

Der Kartenabreißer: Das Foto in Lebensgröße zeigt Karl-Heinz Füllgrabe.

Quelle: Christina Rudert

Als Raiffeisen 1994 das Gebäude verkaufte, nahm Schade-Didschies mit dem Okay der Familie einen Kredit auf. 1997 wurde das Museum eröffnet.

Den etwa 90 Vereinsmitgliedern steht eine Handvoll engagierter Museumsmitstreiter gegenüber, „die das unentgeltlich, manchmal sogar negativ entgeltlich bestreiten“, sagt Schade-Didschies – sie zahlen drauf. „Das ist unsere Form der Rückerstattung einer Dankesschuld an die Gesellschaft, die uns viel gegeben hat“, erklärt er, ganz der pragmatische Typ. Graewert nickt energisch: „Genau, das ist unsere Motivation.“

Die kombiniert ist mit einer Affinität zu Radio- und Fernsehtechnik bei Graewert, zu Kino- und sonstiger Technik bei Schade-Didschies, „schon als junger Mensch“. Wenn Graewert schwärmt von dem Sechs-Ton-Kanal des Projektors für 70-Millimeter-Filme – „Das ist Dolby-Surround!“ –, springt die Begeisterung über. Aus seinem jüngsten Dänemark-Urlaub hat Schade-Didschies eine alte Nähmaschine mitgebracht. „Die sieht hübsch aus, und die kommt ins Museum.“ Denn „ein Filmprojektor funktioniert nicht wesentlich anders als eine Nähmaschine“. Mit diesem Andock-Punkt will er auch in Zukunft dazu beitragen, dass sich Frauen ebenfalls für Technik begeistern.

Der große 70-Millimeter-Film-Projektor

Der große 70-Millimeter-Film-Projektor: Peter Schade-Didschies führt begeistert vor, wie die Technik funktioniert.

Quelle: Christina Rudert

Von Christina Rudert

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