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Von Bolleröfen und Wanderkino

Vollbüttel Von Bolleröfen und Wanderkino

Vollbüttel. Der Vollbütteler Saal und das Dorf, die waren immer eng verbunden miteinander. „Es gibt vermutlich niemanden, der hier wohnt und nicht irgendwelche Erinnerungen an Feiern oder Veranstaltungen hat“, meint Harald Mertins, Hauptorganisator der Saalabschlussfeier.

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Das älteste Bild: Eine Postkarte von 1900 zeigt die Gastwirtschaft Söchtig und den dazugehörigen Saal.

Ob Schützenfest oder Hochzeit, Sängerball oder Fasching, „auf dem Saal“, wie es im Dorf heißt, ging die Post ab. Die beiden Bolleröfen wurden vom Gastwirt vorher angeheizt, manchmal rechtzeitig, manchmal ein bisschen zu spät. Wenn die Kapelle eine Tanzpause machte, stürzten alle ins Gasthaus nebenan, um einen Happen zu essen - vorausgesetzt, es gab noch Platz und es war noch was zu Essen da.

„Das Schöne war, dass hier Jung und Alt immer gemeinsam gefeiert haben“, zeigt Mertins Bilder von Schützenfesten, auf denen drei Generationen fröhlich und ausgelassen ihren Spaß haben.

Die Nutzung war nahezu allumfassend: Vom Wanderkino über die Tanzschule und das Konzert bis zu Luftgewehrschießen und Turnen an Reck und Pferd war alles machbar, wenn auch manchmal mit einem Umbau verbunden. „Wenn wir Tischtennis spielten, haben wir nicht nur die Platten aufgebaut, sondern auch noch eine extra Lampe aufgehängt“, erinnert sich Mertins. „Die Vereine mussten nie etwas zahlen für Strom oder Nutzung.“ Der Wirt verdiente an den Getränken.

Tschüss Saal

Vollbüttel. Ein Dorf verabschiedet sich: Zur Saalabschlussfeier am Sonnabend, 21. Februar, ab 15 Uhr sind alle eingeladen, die in Vollbüttel wohnen, „aber auch alle, die hier geboren sind oder Erinnerungen mit dem Saal verbinden“, sagt Harald Mertins.

Und das ist geplant:

- Um 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuche. Die Frauen des Dorfes werden für das Tortenbuffet sorgen.

- Harald Mertins lädt zum Blättern im Familienalbum ein: In einer Powerpoint-Präsentation zeigt er Bilder und Videos rund um den Saal, auf denen sich bestimmt mancher wiedererkennen wird.

- Die Seniorentanzgruppe des MTV wird ebenso zum Programm beitragen wie die MTV-Tanzgruppe und der Gesangverein.

- Die Schwupper-Truppe zeigt den von Ernst Wiegmann eigens für das Dorf komponierten Tanz.

- Die Truppe Krach und Kaos – ihre Premiere hatte sie 1985 im Saal – wird auftreten.

- Peter Schade-Didschies, Vorsitzender des Kinomuseums, zeigt in Erinnerung an das Wanderkino mit alter Technik einen Film.

- Zu essen gibt es – typisch für viele Feiern im Saal – Schmorbraten mit Kartoffelsalat.

- Die Feier endet mit einer Disco.

Die besondere Atmosphäre des Saals wussten auch Auswärtige zu schätzen. „Wer den Saal mieten wollte, musste das ein Jahr im Voraus tun“, sagt Mertins. „Es war einfach was anderes als eine Feier in den Dorfgemeinschaftshäusern.“

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