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Umstrittener Gehweg muss zweites Mal gepflastert werden

Isenbüttel Umstrittener Gehweg muss zweites Mal gepflastert werden

Isenbüttel. Als „Schildbürgerstreich“ bezeichnet der Isenbütteler Joachim Schmolke die jüngsten Vorgänge um den ungeliebten Gehweg an der Calberlaher Straße: Kaum war der Weg fertig, musste er aufgerissen und neu gebaut werden, weil das Gefälle der Hofeinfahrten zu steil war.

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Gefälle zu den Grundstücken zu steil: Der neue Gehweg an der Calberlaher Straße musste ein zweites Mal gepflastert werden. Foto: Christina Rudert

Quelle: Christina Rudert

Von Anfang an hatten sich die Anwohner mit Händen und Füßen gegen diesen Weg gewehrt (AZ berichtete). Politiker und Bürger fetzten sich in öffentlicher Sitzung, die Bürger forderten eine - ebenfalls öffentliche - Entschuldigung. Eine Ratsfrau hatte sich im Ton vergriffen, was sie auch zugab. An den Fronten änderte sich nichts.

Die Politik wollte den etwa 200 Meter langen Gehweg für 70.000 Euro, weil sie im Gegenzug die Zusage bekommen hatte, dann das Ortsschild um besagte 200 Meter Richtung Osten versetzen zu dürfen - vorher galt bis zum Mausoleumsweg Tempo 70.

Und die Politik hatte argumentiert, die Genehmigung einer Dunkelampel in Höhe der neu gebauten Riedebrücke hänge von dem Gehweg ab. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr verweigert diese Ampel allerdings trotzdem wegen zu geringen Abstands zur Ampel an der Sandstraße.

Für die Anwohner ist dieser Gehweg eine reine Steuerverschwendung. Sie hatten von Anfang an betont, der Kosten stehe in keinem Verhältnis zu den Nutzen, zumal auch noch ihre Parkplätze vor den Grundstücken wegfallen. Schmolke verweist außerdem auf die gefällten 13 Linden und ergänzt ironisch: „So hat man wenigstens keinen Ärger mehr mit dem vielen Laub.“

Dass nun auch noch beim Bau das Gefälle falsch angelegt wurde, macht die Sache nicht besser - angeblich durfte die Baufirma die Grundstücke nicht betreten, um die Strecke ordentlich zu vermessen und zu planen. Ende voriger Woche ist der Gehweg endgültig fertig geworden, die Schlussrechnung steht laut Gunnar Windmüller von der Verwaltung noch aus.

tru

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