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Isenbüttel Bürgerinitiative wirft Behörden Desinteresse vor
Gifhorn Isenbüttel Bürgerinitiative wirft Behörden Desinteresse vor
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00:26 04.06.2018
Der Schwerlastverkehr rauscht nonstopp durch Ribbesbüttel: Jürgen Dimmler kämpft mit der Bürgerinitiative weiter für Verkehrsberuhigung. Quelle: Christina Rudert
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Ribbesbüttel

Ob beim Bau der B 4-Brücke oder beim Umbau des Ausbütteler Bahnübergangs, die offizielle Umleitungsstrecke führte durch Ribbesbüttel, so wie auch jetzt wieder. „Und beim Ausbau der B 4 sind wir das nächste Mal dran“, sagt Dimmler. Im Juli könnten noch die Mautflüchter dazu kommen. Müller spricht von „katastrophalen Zuständen“, sogar an Sonn- und Feiertagen rausche der Schwerlastverkehr durchs Dorf.

„Dass wir den Verkehr hier nicht rauskriegen, ist klar. Aber er sollte bitteschön vernünftig geregelt werden“, sagt Dimmler. Die beiden berichten von wüsten Überholmanövern, von extremen Geschwindigkeiten, von Schleichverkehr durch den Gartenweg, von bis zu 20 Minuten Wartezeit, um im Schichtverkehr auf die Peiner Landstraße zu kommen.

„Auf den Durchgangsstraßen der Dörfer herrscht Anarchie“

„Anfragen bei der Polizei, sich doch mit Kontrollen dieser Situation anzunehmen, werden mangels Personal zurückgewiesen“, stellt Müller fest. „Aus Gifhorn werden ständig neue Berichte über Radarkontrollen vermeldet, während auf den Durchgangsstraßen der Dörfer Anarchie herrscht.“ Er wirft dem Landkreis vor, sich seiner Verantwortung nicht bewusst zu sein. „Das hat mit Bürgernähe nichts mehr zu tun“, ergänzt Dimmler.

Problematisch: An der Bushaltestelle Am Lindenhof kann keine Querungshilfe gebaut werden, woanders ergibt sie weniger Sinn. Quelle: Christina Rudert

Der Rat der Gemeinde hat mittlerweile den Vorstoß unternommen, in Höhe der Bushaltestelle Am Lindenhof eine Querungshilfe zu bauen, aber die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat ihr Veto eingelegt. „Angeblich wäre die Straße dann 50 Zentimeter zu schmal“, berichtet Dimmler. Um die Anwohner des Gartenwegs zu schützen, schlägt die Bürgerinitiative eine Einbahnstraßenregelung vom Friedhof aus Richtung Westen vor.

Aus der Ausnahmesituation ist der Normalzustand geworden

Bürgermeister Heinrich Stieghahn kann den Frust der Bürgerinitiative Pro Verkehrsberuhigung gut verstehen: „Die Behörden legen ihre Paragrafen zugrunde, ohne die betroffenen Menschen zu sehen.“ Der Plan, an der Bushaltestelle Am Lindenhof eine Querungshilfe zu bauen, wird sich allerdings auch nicht umsetzen lassen.

Stieghahn verweist darauf, dass die L 320 nicht nur bei Baumaßnahmen als Umleitungsstrecke ausgewiesen wird. „Jeder Unfall auf der B 4 ist bei uns zu merken, auch Staus auf der Autobahn.“ Aus der Ausnahmesituation ist der Normalzustand geworden.

Täglich fahren 6000 Fahrzeuge durch Ribbesbüttel

Dafür sprechen auch die Zahlen, Ribbesbüttels Verwaltungsleiterin Renate Finke hat sie für die AZ zusammengestellt: Täglich fahren von Vollbüttel kommend 6000 Fahrzeuge durch Ribbesbüttel – gezählt vor der Einrichtung der jüngsten Umleitungsstrecke. Die Tempomesstafel hat als höchsten Wert 148 Stundenkilometer eines Fahrzeugs in Richtung Vollbüttel aufgezeichnet.

Und etwa 40 Schul- und Kindergartenkinder leben nördlich der Peiner Landstraße. „Obwohl die Strecke so kurz ist, fahren viele Eltern ihre Kinder zu Schule und Kita, weil es zu gefährlich ist, die Peiner Landstraße zu Fuß zu queren“, hat Jürgen Dimmler von der Bürgerinitiative beobachtet.

Querungshilfe an Bushaltestelle scheitert an Hochborden

Die thematisierte Querungshilfe an der Bushaltestelle scheitert daran, dass Fußgänger, die sie benutzen, dann direkt an den Kasseler Hochborden landen – eine Barriere für Rollstuhlfahrer, Rollator-Nutzer und Eltern mit Kinderwagen.

„Und wenn wir die Querungshilfe um 100 Meter in eine beliebige Richtung verschieben, nutzt sie keiner mehr, weil alle den kürzesten Weg nutzen“, vermutet Michael Kraft, Vorsitzender des Bauausschusses. Nicht der einzige Grund, warum eine Querungshilfe dort nicht geht: „Die Fläche reicht nicht“, sagt Kraft.

Von Christina Rudert

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