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Tipps für einen guten Obstbaum-Schnitt

Wasbüttel Tipps für einen guten Obstbaum-Schnitt

Wasbüttel. Bei der Pflege von Obstbäumen kann man viel falsch machen, jedoch auch einiges für eine bessere Ernte tun. Wie man Apfel, Birne und Co. richtig beschneidet zeigte in Wasbüttel der Nabu.

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Mut gefragt: Beim Obstbaumschnitt darf man keine Angst haben, zu viel abzusägen. Und mit Höhe sollte man besser auch keine Probleme haben.

Quelle: Ron Niebuhr

Wer Apfel-, Birnen-, Kirschbaum und Co. pflanzt, hofft vor allem auf eine gute Ernte. Mit dem richtigen Obstbaumschnitt lässt sich der Ertrag deutlich steigern. Wie das geht, erfuhren interessierte Hobbygärtner am Samstag auf der Wasbütteler Nabu-Streuobstwiese von Joachim Stolina.

Der 76-Jährige teilte seinen reichen Erfahrungsschatz mit den freiwilligen Helfern. Bevor man Schere und Säge ansetzt, muss man sich im Klaren darüber sein, wohin die Reise geht: Will man kurzfristig starken oder langfristig schwächeren Ertrag? Je nach dem stutzt man die Zweige und Äste anders zurecht. Allerdings: „Je schneller und je mehr man ernten möchte, desto eher ist der Baum hinüber. Das ist so wie mit Hühnern in der Legebatterie“, warnte Stolina vor zu großen Erwartungen an den Baum.

Die sollte man auch an den Obstbaumschnitt nicht stellen. „Ich kann den Ertrag verbessern, aber der liebe Gott bin ich nicht“, betonte Stolina, dass vor allem Wetter und Insektenflug für die Ernte entscheidend sind. Man darf keine Angst haben, zu viel abzuschneiden: „Apfelbäume bilden aus einer Knopse bis zu sieben Blüten, Birnenbäume sogar bis zu zwölf“, erklärte Stolina. Aber Vorsicht beim Kirschbaum: „Da wächst aus einer Knospe nur eine Blüte.“

Unverzichtbar sei Werkzeug von hoher Qualität: Schere mit wechselbaren Klingen, Säge mit verstellbarem Blatt, Hippe und Wundverschluss. Letzterer ist sehr zu empfehlen, sonst dringt Feuchtigkeit ein und Pilzbefall droht, sagte Stolina. Eine Leiter ist auch nicht verkehrt. Bei der sollte man übrigens stets auf sicheren Stand achten: „Ich bin in 76 Jahren nur einmal runtergefallen, aber das reicht“, sagte Stolina. Und weil man „nur vom Gucken nichts lernt“, durften dann die Helfer auf der Streuobstwiese die Bäume selbst zurecht schneiden.

rn

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