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Isenbüttel Tierheim sucht Pflegestellen für Katzenbabys
Gifhorn Isenbüttel Tierheim sucht Pflegestellen für Katzenbabys
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00:16 08.07.2017
Nicht alle Katzenbabys lassen sich anfassen: Janina Bieling mit zwei fauchenden Tigern.  Quelle: Christina Rudert
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Ribbesbüttel/Gifhorn

 Seit sich der Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung der Katzen auf dem Wilscher Campingplatz angenommen hat (AZ berichtete), kann sich das Tierheim in Ribbesbüttel vor Katzenbabys kaum retten. „38 Tiere haben wir aufgenommen, davon sechs ausgewachsene“, sagt Tierheimleiterin Janina Bieling. „Das bricht uns fast das Genick.“ Und die 23 Pflegestellen sind voll.

Hektor war der kleinste: Silke Stechert mit einem ihrer drei aktuellen Pfleglinge. Quelle: Christina Rudert

Nun sucht der Verein um Vorsitzende Gabriele Asseburg-Schwalki händeringend Leute, die für ein paar Wochen Katzenbabys aufnehmen, bevor diese dann in ein neues Zuhause vermittelt werden. „Das passiert nach der ersten Impfung mit acht Wochen“, sagt Janina Bieling.

Hübsch gezeichnet: Zwei der Katzenbabys vom Campingplatz in Wilsche. Quelle: Christina Rudert

Einfach nur Katzenfreund zu sein, reicht nicht. „Gerade anfangs müssen die Babys mit Flasche gefüttert werden, das heißt: alle zwei Stunden rund um die Uhr“, sagt Gabriele Asseburg-Schwalki. Und ausreichend Zeit zum Kuscheln muss auch sein. Janina Bieling erklärt: „Die Babys sind halb wild.“ Um gut vermittelbar zu sein, müssen sie an Menschen gewöhnt werden.

In der Pflegestelle von Silke Stechert in Gifhorn müssen sich die drei Samtpfoten Tilda, Hektor und Hugo auch mit den beiden Hunden arrangieren, „das geht aber gut“, sagt Silke Stechert. Seit 14 Jahren nimmt die Tierarzthelferin Katzenbabys auf, „um die 90 werden es inzwischen gewesen sein. Bei uns sind sie immer mittendrin.“ Föhn, Hausklingel, Gebell: Das stecken die Winzlinge locker weg. Silke Stecherts Tipp: „Wer sich nicht sicher ist, ob er das schafft, kann mal für eine Woche Urlaubsvertretung für eine Pflegestelle machen.“

Katzenbabys zum Knuddeln: Gabriele Asseburg-Schwalki mit einer der kleinen Samtpfoten, die jede Streicheleinheit genießt. Quelle: Christina Rudert

Dagmar Kaczmareck aus Rothemühle vermutet, dass durch ihr Haus schon um die 900 Katzenbabys gegangen sind. „Ich habe auch schon Wildlinge zahm bekommen, die ein paar Monate alt waren.“ Allerdings gibt sie selber zu: „Dafür war viel Einsatz nötig.“ „Das ist Einsatz mit Herz und Verstand“, sagt Bieling.

Die Futterkosten übernimmt der Tierschutzverein, stellt auch das Equipment. „Und wir stehen mit Rat und Tat zur Seite“, betont Gabriele Asseburg-Schwalki. Weitere Infos unter Tel. 05374-4434 sowie per Mail an info@tierschutzgifhorn.de.

Winzig und hübsch: Das dreifarbige Baby ist zurzeit noch im Tierheim. Quelle: Christina Rudert

Von Christina Rudert

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