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Syrer kochen gemeinsam mit Afghanen Rezepte aus ihrer Heimat

Monatliche Aktion des Helferkreises Calberlah Syrer kochen gemeinsam mit Afghanen Rezepte aus ihrer Heimat

Heute schwingen Hanna, Daliya, Samaher und Anbal die Kochlöffel in der Küche der Oberschule Calberlah. Die Flüchtlinge aus Syrien kochen Labanijhe, dazu gibt es Tabouleh, einen Salat mit Bulgur und ganz viel frischen Kräutern.

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Was genau kommt da rein? Elisabeth Winter (l.) notiert jede Zutat für das geplante Kochbuch.

Quelle: Christina Rudert

Calberlah. „Viel Arbeit“, bestätigt Hanna nickend und erklärt mittels Gestik, dass die Walnüsse noch kleiner gehackt werden müssen. Ihre Schwiegertochter Daliya schüttet Öl in zwei Pfannen und frittiert Auberginen. Elisabeth Winter vom Helferkreis fragt nach: „Wie lange bleiben die Auberginen im Fett?“ Daliya sucht nach den richtigen Worten, zeigt dann auf Winters Halstuch - braun müssen sie also werden. Anbal, Daliyas Mann und Hannas Sohn, presst derweil die Mischung aus Knoblauch und getrockneter Minze zu Brei. Mit ein paar Brocken Deutsch, etwas Englisch und viel Körpersprache erklärt er, dass Labanijhe immer in großen Mengen gekocht wird. „Es lohnt sich nicht für eine Person.“ Samaher schneidet Zwiebeln klein. Ganz ohne Tränen. „Man muss sie vorher waschen.“

„Kochen ist kommunikativ“, stellt Elisabeth Winter immer wieder fest. Einmal im Monat organisiert der Helferkreis eine solche Aktion, jedes Mal stellt eine andere Nationalität ihre Heimat kulinarisch vor. „Afghanisch hatten wir, jetzt ist syrisch dran, als nächstes sudanesisch.“ Außerdem sei gerade eine neue Familie aus Simbabwe im Dorf angekommen. Schön fände sie allerdings, wenn noch mehr Alt-Eingesessene dazu kämen: „Das Dorf könnte sich gerne mehr an der Aktion beteiligen, um Kontakte untereinander zu knüpfen.“

Das funktioniert beim Kochen und Essen nämlich ganz wunderbar: Flüchtlinge aus Afghanistan gehen den Syrern zur Hand, auch Männer, die Frauen stecken die Köpfe zusammen, schmecken gemeinsam ab. „Ihre gemeinsame Sprache ist Deutsch, sie müssen also Deutsch reden, denn die Syrer sprechen Arabisch, die Afghanen Persisch“, freut sich Elisabeth Winter, dass ganz nebenbei auch noch Sprachunterricht passiert.

tru

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