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Sütterlin-Schrift: Alte Briefe entziffern

Wasbüttel. Sütterlin-Schrift: Alte Briefe entziffern

Wasbüttel. Postkarten von den Groß- oder Urgroßeltern, ein Poesiealbum-Spruch von Oma - und das alles in Sütterlin? Wasbütteler helfen beim Übersetzen der alten Schrift.

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Handschriftliches in Sütterlin-Schrift: Eine Gruppe befasst sich mit Allerbüttels Schulchronik.

Quelle: Christina Rudert

„Ist das ein f oder ein h?“ Kathrin Kusch und Susanne Langer sitzen mit der Lupe in der Hand vor einer Postkarte von 1915. Vor ihnen liegt das Sütterlin-Alphabet zum Nachprüfen und Vergleichen.

Marlena Stumpf-Hotop hatte im Herbst einen Schreib- und Lesekursus in Wasbüttels Alter Schule angeboten, jetzt wird bis März immer mittwochs ab 10 Uhr gemeinsam geübt. Und was gäbe es Besseres dafür als alte Dokumente, Briefe, Postkarten oder auch Poesiealben?

Kathrin Kusch und Susanne Langer haben einen ganzen Stapel Postkarten aus einem Nachlass vor sich liegen. Buchstabe für Buchstabe übertragen sie das Entzifferte auf ein Blatt Papier. Wenn sie nicht weiter wissen, lassen sie Lücken und bitten Marlena Stumpf-Hotop später um Hilfe. So entsteht Stück für Stück der Satz „Beste Grüße von den drei Höhenmenschen“. Was damit gemeint war, weiß wohl niemand mehr.

„Ganz schön tricky“, meint Susanne Langer: Nicht nur mit der Handschrift, auch mit Schreibfehlern und einer für heute ungewöhnlichen Sprache haben beide zu kämpfen. Renate Altenkirch vom Verein Dorfleben warnt davor, nicht entzifferte Wörter einfach aus dem Zusammenhang zu ergänzen. „Gerade bei alten Dokumenten ist es wichtig, Wort für Wort zu übersetzen.“

In kleinen Gruppen sitzen Übersetzer und Dokumentenbesitzer zusammen. Christiane Reimann aus Allerbüttel hat Teile der alten Schulchronik dabei, zu Dritt brüten sie darüber, Marlit Lindert und Christine Utta befassen sich mit einem alten Kochbuch.

  • Jeder, der sich mit der alten Schrift schwer tut, kann bis März an einem Mittwoch um 10 Uhr in der Alten Schule vorbei kommen, um sich beim Entziffern helfen zu lassen.

tru

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