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Sie standen vor dem Nichts: Brandopfer danken Helfern

Isenbüttel Sie standen vor dem Nichts: Brandopfer danken Helfern

Isenbüttel. Die Nacht zum 10. April wird ihnen für immer in Erinnerung bleiben: Der Hausbrand mitten in Isenbüttel brachte Hannelore Weil (70) und Jennifer Becker (39) mit ihrer Familie um ihr gesamtes Hab und Gut. Zwei Tage später lief in Isenbüttel eine phänomenale Hilfsaktion an. Gestern bedankten sich die beiden Frauen dafür.

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Ein Dank an die Helfer: Jennifer Becker (vorne v.l.) und Hannelore Weil haben bei dem Wohnhausbrand in Isenbüttel am 10. April alles verloren. Peter Zimmermann (hinten v.l.), Annette Meyer-Kassner, Ildiko Laudien und Axel Lackmann haben die Hilfe koordiniert.

Quelle: Christina Rudert

Bei dem durch einen technischen Defekt ausgelösten Hausbrand kamen Hannelore Weil sowie Jennifer Becker und ihr damals siebenjähriger Sohn sowie ihr Lebensgefährte knapp mit dem Leben davon. Ihr Besitz fiel Flammen, Rauch und Löschwasser zum Opfer.

„Ich habe alles verloren.“ Hannelore Weil kämpft mit den Tränen. Vor dem Feuer kam sie mit Hilfe ihrer Schwiegertochter Nicole Weil ganz gut in ihrer Wohnung zurecht. Aber dann musste sie ins Seniorenzentrum nach Meinersen ziehen, schon wegen des Pflegebetts. Annette Meyer-Kassner vom DRK-Familienbüro organisierte ein Paket mit Wäsche und Toilettenartikeln für den Start. „Für all das möchte ich danken“, sagt Hannelore Weil.

Jennifer Becker ist hoch schwanger, ihre Tochter kann jeden Moment kommen. „Wir wollten sowieso in eine größere Wohnung ziehen.“ Das ging dank tatkräftiger Hilfe schneller als geplant. Ildiko Laudien organisierte ein Spendenkonto beim DRK, über die Facebookgruppe „Unser Isenbüttel“ koordinierte Axel Lackmann Sachspenden und Helfer und tapezierte zu guter Letzt mit Jennifer Becker das neue Wohnzimmer.

Bürgermeister Peter Zimmermann stellte Geld aus Gemeindekasse und Privatschatulle zur Verfügung. Er betont: „Isenbüttel ist ein Ort, in dem es viele Macher gibt, nicht nur Feststeller, und darauf bin ich stolz.“

Annette Meyer-Kassner erinnert an die ersten Helfer vor Ort: Freiwillige Feuerwehren und Schnell-Einsatz-Gruppe des DRK. „Viele nehmen deren Hilfe für so selbstverständlich hin, aber das ist sie nicht.“ Eine Firma sponserte ein Pflegebett für Hannelore Weil, eine andere schickte zum achten Geburtstag des Sohns von Jennifer Becker eine Woche nach dem Feuer ein riesiges Paket voller Geschenke. „Unsere Geschenke für ihn waren alle durch das Löschwasser zerstört“, berichtet Jennifer Becker. Ildiko Laudien fand Wickeltisch und Umstandsgarderobe auf dem Dachboden und überließ beides der werdenden Mutter, und als beim Umzug in die neue Wohnung auch noch das Ceran-Feld des Herdes kaputt ging, organisierte Ildiko Laudien für kleines Geld Ersatz. Nun hoffen Hannelore Weil und Jennifer Becker, dass sie zur Ruhe kommen. „Unterschätzen Sie aber die Nachwirkungen nicht“, bietet Annette Meyer-Kassner die Vermittlung therapeutischer Unterstützung an. „Das war ein traumatisches Erlebnis.“

tru

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