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Pastorin Larissa Anne Mühring nimmt Abschied

Isenbüttel Pastorin Larissa Anne Mühring nimmt Abschied

Isenbüttel. Zum Amtsantritt vor 16 Monaten war die Kirche voll besetzt, zum Abschied am Sonntag eher spärlich: Pastorin Larissa Anne Mühring hat im Probedienst die Isenbütteler St. Mariengemeinde verlassen. Sie wechselt in die Kirchengemeinde Sülfeld-Wettmershagen.

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Abschied aus Isenbüttel: Pastorin Larissa Anne Mühring wechselt in die Kirchengemeinde Sülfeld-Wettmershagen.

Quelle: Ron Niebuhr

„Wo fängt dein Himmel an?“ - dieser Frage widmete Pastorin Mühring ihre zunächst letzte Predigt in Isenbüttel. Politisch, kirchlich und menschlich gesehen gab sie darauf Antworten. Sie gehöre zur Generation der „manchmal recht unbequemen Berufsanfänger-Pastoren“, sagte Mühring. Man erwarte von ihrer Generation, dass sie die Kirche modernisieren möchte. „Das macht mir Spaß“, sagte sie.

Das ist Superintendentin Sylvia Pfannschmidt nicht entgangen: „Larissa Anne Mühring probiert gern alternative Formen des Gottesdienstes aus. Darin blüht sie regelrecht auf.“ In Isenbüttel setzte sie auf Freiluft-Gottesdienste am Tankumsee und auf Der Hof, bot einen Filmgottesdienst an. Die erhoffte Kraft für den Alltag in der großen St. Mariengemeinde schöpfte sie daraus nicht - zumindest nicht ausreichend. Für die junge Pastorin verwandelte sich Herausforderung in Überforderung: „Sie ging weit über ihre Kräfte hinaus, hat gekämpft, weil ich es ihr zugetraut habe und sie es sich selbst zugetraut hat“, sagte Pfannschmidt.

Jetzt hat Mühring die Reißleine gezogen. In ihrer Predigt sprach sie personell unterbesetzte und somit überlastete Pfarrämter an: „Burn-Out-Pastoren gehören heute zur kirchlichen Realität“, sagte sie. Zumal es auch immer schwieriger sei, Menschen fürs Ehrenamt zu gewinnen.

Und über allem schwebe die wachsende Zahl von Kirchenaustritten. „Wie können wir eine Atmosphäre schaffen, in der Menschen Gott begegnen möchten?“, fragte Mühring. Antworten darauf sucht sie künftig in der Kirchengemeinde Sülfeld-Wettmershagen.

 rn

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