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Mit dem Rollator durch den Slalom

Training für Senioren in Calberlah Mit dem Rollator durch den Slalom

Slalom gehen mit dem Rollator? Das war am Dienstag im DRK-Pflegewohnheim Calberlah angesagt. Mehr als 20 Bewohner nutzten die Gelegenheit, sich von Hans-Heinrich Kubsch, Verkehrssicherheitsberater der Gifhorner Polizei, für den richtigen Umgang mit dem Rollator ein paar Tipps geben zu lassen.

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Rollatortraining im DRK-Pflegewohnheim Calberlah: Hans-Heinrich Kubsch von der Gifhorner Polizei gab Tipps.
 

Quelle: Thorsten Behrens

Calberlah.  Eigentlich ist das ja nicht vorrangig Sache der Polizei, sondern der Rollator-Verkäufer und Pflegedienste“, so Kubsch. Aber die Polizei habe natürlich ein Interesse daran, dass Senioren sich auch im Straßenverkehr sicher mit diesem kleinen Gefährt bewegen. So gab es von Kubsch beispielsweise auch Tipps zu Busfahrten sowie zum richtigen Verhalten an Ampeln und auf Gehwegen. Laut Kubsch gibt es immer mehr solcher Trainings. „Die Leute werden älter.“

Tipps für die Beweglichkeit

Außerdem sollten die Nutzer einmal sehen, was so in ihrem Gefährt und in ihnen selbst steckt – mit einem Slalom beispielsweise. Anhand eines kleinen Kreises bekamen sie zudem ein Gefühl dafür, wie wendig Rollatoren sind und wie wenig Platz für die Nutzung benötigt wird. Und Kubsch gab weitere Tipps in Sachen Beweglichkeit, diesmal aber bezogen auf die Senioren: „Machen Sie jeden Tag etwas Gymnastik. Das ist nicht nur hilfreich beim Umgang mit dem Rollator, das tut Ihnen auch körperlich gut.“

Kostenloser Reparaturservice für die Rollatoren

Vor Ort war auch Raoul Sluschny vom Sanitätshaus Bode. Das begleitet derartige Trainings mit einem kostenlosen Service. Sluschny stellte die Gefährte gleich vor Ort ein, erledigte kleine Reparaturen. Die Idee zu diesem Training hatte Pflegedienstleiterin Stephanie Kosch, Betreuungskräfte begleiteten die Senioren während des rund einstündigen Trainings. „Sicherheit, Sturzprävention, Kraft und Balance: Da werden viele Punkte angesprochen, die für unsere Bewohner wichtig sind“, erklärte Kosch. Eine Wiederholung im kommenden Jahr könne sie sich vorstellen. „Zur Auffrischung und für neue Bewohner.“

Verkehrssicherheitsberater Hans-Heinrich Kubsch gab den Senioren zehn Tipps für den Umgang mit dem Rollator :

  • Die Höheneinstellung muss passen. Müssen die Schultern angezogen werden, passt sie nicht.
  • Die Handgriffe müssen fest sein. Lose Handgriffe sollten repariert werden.
  • Beim Abstellen immer die Feststellbremse ziehen – vor allem, wenn man sich auf den Rollator setzen will.
  • Bei abschüssigen Wegen mit den Bremsen arbeiten, damit der Rollator nicht zu schnell wird.
  • Moderne Busse haben herablassbare Rampen, über die man mit dem Rollator einsteigen kann.
  • Im Bus Feststellbremse anziehen und sich auf einen Sitz setzen, nicht auf den Rollator.
  • Wer an einer Ampel die Straße quert, sollte weitergehen und nicht umdrehen, wenn diese auf Rot schaltet. Hupende Autofahrer ignorieren.
  • Auf für Radfahrer freigegeben Wegen daran denken, dass Rollatoren eine gewisse Breite haben. Wenn möglich, sich rechts halten.
  • Keine Wertsachen oder Handtaschen in den Einkaufskorb vorne am Rollator legen: Leichte Beute für Diebe
  • Den Rollator regelmäßig überprüfen lassen.

Von Thorsten Behrens

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