Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Luftballons erinnern an viele vermisste Kinder

Isenbüttel/Berlin Luftballons erinnern an viele vermisste Kinder

Isenbüttel. Mitten in Berlin, direkt am Brandenburger Tor, machte die Isenbüttelerin Heidi Stein mit einer großen Aktion auf das Schicksal vermisster Kinder und suchender Eltern aufmerksam.

Voriger Artikel
Das wird gefeiert: 125 Jahre Chorgesang
Nächster Artikel
Helfer erweitern das Feuerwehrgerätehaus

Tag der vermissten Kinder: Heidi Stein und Heinz Liegmann waren mit der Veranstaltung auf dem Pariser Platz mitten in Berlin zufrieden.

Zurück aus Berlin, stellt Heidi Stein fest: „Der Tag war sehr gut und informativ.“ Sie, ihr Mann Heinz Liegmann sowie Christian Geers von Die Vermisstensuche haben am Tag der vermissten Kinder mit Infoständen und Luftballonstarts am Brandenburger Tor in Berlin auf aktuelle Situationen und persönliche Schicksale aufmerksam gemacht. „Wir wurden gehört und gesehen.“ Nicht zuletzt von den Medien.

Viele Menschen sind stehen geblieben und haben gefragt. „Nach den Gesprächen mit uns wollen sie dem Thema mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen“, freut sich die Isenbüttelerin, die seit 35 Jahren ihren Sohn Dirk sucht. An der Aktion beteiligte sich auch Simone Menzel aus Görlitz, deren Sohn 1987 kurz nach der Geburt gestorben sein soll - gesehen hat sie ihn nie, es gibt weder Grab noch Obduktionsunterlagen. Häge von Velsen sucht seine Tochter, die von ihrer Mutter entführt worden sein soll. Auf Plakaten wurde an andere verschwundene Kinder erinnert. „Viele politische Häftlinge der DDR, Werkhofkinder und Eltern von geraubten und vermissten Kindern waren da“, berichtet Heidi Stein.

Was nicht geklappt hat, war der Auftritt von Rainer Garden und anderen Musikern: „Wir hatten keinen Strom“, nennt Stein den Grund dafür. Die Musiker wollen nächstes Jahr wieder kommen - dann mit eigener Stromversorgung.

Bei bestem Wetter ließen die Akteure um 12 und um 15 Uhr große Luftballontrauben in den Himmel steigen, die Heinz Liegmann zuvor mit Helium gefüllt hatte. Und an jedem Ballon hing der Steckbrief eines vermissten Kindes. Zu sehen war die Aktion bei RTL aktuell und Brandenburg aktuell, die BZ hat einen Artikel veröffentlicht. Das freut Heidi Stein: „Zurzeit ist das Thema vermisste Kinder aktueller denn je - jeden Tag gibt es neue Meldungen in den Medien“.

tru

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Isenbüttel
Nussknacker in der Stadthalle

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Chefredakteur Dirk Borth im Freitags-Talk auf Radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Aller-Zeitung und der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Haben Sie Angst vor der Vogelgrippe?

Was ist los in Gifhorn?

Welche Veranstaltungen gibt es in Wolfsburg, Gifhorn und Umgebung? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr