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Isenbüttel Leidenschaft für Leder
Gifhorn Isenbüttel Leidenschaft für Leder
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00:19 08.01.2015
Damit ging's los: Axel Lackmann hat Lederarmbänder in den unterschiedlichsten Versionen geflochten. Quelle: Christina Rudert
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Gäbe es einen roten Faden durch die Freizeit des Isenbüttelers Axel Lackmann, dieser Faden wäre aus Leder. „Mein Lieblingsmaterial“, sagt er – und das nimmt ihm jeder ab, der seine Werkstatt sieht oder die Ergebnisse seines Werkelns im Keller.

Bei den Schlüsselanhängern kombiniert Lackmann gleich mehrere Leidenschaften: Die für Leder mit der für Knoten und Flechttechniken. Das gleiche gilt für die diversen Lederarmbänder. Nahezu schon Massenware in Lackmanns Keller. Und jeder sieht anders aus: „Ich kann runde Riemen flach flechten und flache Riemen rund und jede beliebige Anzahl von Strängen“, fängt Lackmann an aufzuzählen. Natürlich gehen auch runde Riemen rund zu flechten und flache Riemen flach.

An einem großen Metallring hängen zig Gürtel-Rohlinge, auch sie aus farbigen Lederriemen geflochten. Als sein Schwiegersohn in spe feststellte, dass die Hose zu weit gekauft war, marschierte Lackmann einfach in den Keller. „Er hat sich dann noch eine Schnalle ausgesucht, und im Handumdrehen hielt die Hose.“

Ein besonderes Geschenk gab’s für den Nachbarn zur bestandenen Jägerprüfung: Gewehrriemen, ebenfalls aufwändig geflochten und genäht. „Das macht meine dicke Berta“, präsentiert Lackmann die große Industrienähmaschine. Bevor er die hatte, hat er alles mit der Hand genäht. Stich für Stich.

Ein besonderes Schmuckstück ist die Handtasche für seine Frau geworden, sie kombiniert leicht angeschliffenes Büffelkalb-Leder mit weichem Ziegenleder und diverse Farben, passend zu dem großen Tigerauge, das er in der Schnalle verarbeitet hat. An anderen Taschen sind Ziernähte und Tragriemen als „Crocodile Ridge“ – Krokodil-Rücken – aufwändige Details.


BEIM FLECHTEN NICHT DEN FADEN VERLIEREN

Isenbüttel. „Über zwei, unter vier, und der Strang von links oben muss links unten enden.“ Axel Lackmann hat zwölf Lederriemen mit einer Schraubzwinge am Tisch fixiert, Jens Knoche hat die Riemen mit Seife und Fett geschmeidig gemacht, jetzt will der Mönchengladbacher seinen ersten Krokodilrücken flechten.

Via Facebook haben die Männer sich kennen gelernt und sich für ein verlängertes Wochenende in Isenbüttel verabredet. Während Lackmann seine diversen Flechtarbeiten präsentiert und die unterschiedlichen Techniken erklärt, müht sich Knoche ab. „Jetzt habe ich hier Murks“, blickt er auf. „Ich habe total den Faden verloren.“ „Das war für den Anfang auch ein bisschen zu schwierig“, antwortet Lackmann. „Vielleicht nehmen wir erstmal nur sechs Riemen.“ Knoche schneidet sich aus einem großen Rindslederstück mit einem Australian Strander – Spezialwerkstatt aus einem Sattlereifachgeschäften von Down Under – neue Riemen. An der Werkbank hat Lackmann sich niedergelassen, er übt sich im Punzieren – er drückt dem Leder mit Hilfe von Stempeln ein Muster auf. „Darin ist Jens Meister.“ Diverse Gürtel hat er selber auch schon mit Stempeln punziert: Keltische Knotenmuster in verschiedenen Farben, das Ganze mit Hilfe von Lederfinish nahezu dreidimensional – jeder Gürtel ein Unikat.

Dann holt Knoche seine Punzier-Meisterstücke hervor: ein Lederschild mit keltischer Verzierung, Sporen, ein Mappeneinband, eine Tasche und Haarschmuck. „Das Leder wird feucht gemacht, dann zeichne ich mit Hilfe einer Schablone das auf, was ich haben möchte.“ Die feinen Ritzen zieht er mit einem Metallstift nach. Mit Hilfe eines Stempels und eines Hämmerchens wird der Hintergrund modelliert. „Und zum Schluss trage ich immer Antik-Finish auf.“ Dadurch werden die niedrigeren Flächen und eingeritzte Linien dunkler.

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