Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Kaum einer hält sich an Tempo 30 in Nebenstraßen

Verkehrssünder in Isenbüttel Kaum einer hält sich an Tempo 30 in Nebenstraßen

Glaubt man der Beschilderung, ist Isenbüttel – abgesehen von den Durchgangsstraßen – vollständig verkehrsberuhigt. Das Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer allerdings lässt eher aufs Gegenteil schließen. Der Reinold Wagner fragte im Bauausschuss, was die Gemeinde dagegen tun will.

Isenbüttel 52.4364368 10.5769904
Google Map of 52.4364368,10.5769904
Isenbüttel Mehr Infos
Nächster Artikel
Tankumsee: 250 Besucher bei Taufgottesdienst

Attraktive Ausweichrouten: Die Fahrtzeit über Nebenstraßen ist in Isenbüttel oft geringer als über Hauptstraßen.

Quelle: Ron Niebuhr (Archiv)

Isenbüttel. Fakt sei, dass „Tempo 30 zum größten Teil deutlich überschritten und die Rechts-vor-Links-Regelung ignoriert wird“, sagte Wagner. Nebenstraßen würden – etwa auf Liststraße und Wiesenhofweg – als nicht gleichberechtigt wahrgenommen. Laut zeitweilig aufgestellter Messtafel lag das Spitzentempo eines Autos auf dem Wiesenhofweg bei 105, berichtete Wagner. Geschwindigkeiten zwischen 50 und 70 Stundenkilometern seien dort Normalzustand. In einer Tempo-30-Zone wohlgemerkt! Selbiges sei in der Liststraße zu beobachten, sagte Wagner.

Der Anhalteweg bei Tempo 30 liege bei 14 Metern. „Bei Tempo 50 verdoppelt er sich schon auf 27 Meter, bei Tempo 70 beträgt er 45 Meter“, verdeutlichte Wagner, wie gefährlich überhöhtes Tempo sein kann. Und die Unfallschwere sei bei geringerem Tempo natürlich auch viel milder. Schilder für Tempolimits aufzustellen, bringe nichts, wenn niemand deren Einhaltung kontrolliert. Doch weder Ordnungsamt noch Polizei fühlten sich zuständig, bedauerte Wagner.

Teil des Problems sei auch, dass es zeitlich attraktiver sei, durchs Dorf auf Nebenstraßen in Wohngebieten zu fahren als auf den eigentlichen Hauptstraßen. „Erst recht, wenn man dort Tempo 30 und rechts vor links ignoriert“, sagte Wagner. Wolle man den Verkehr auf die Hauptstraßen verlagern, müsse man die Nebenstraßen unattraktiv gestalten.

Ausschussvorsitzende Katrin Below versicherte, dass man sich der Sachen annehme, „ein Allheilmittel gibt es aber nicht. Lösungen können wir nur zusammen mit den Anwohnern finden.“

Von Ron Niebuhr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Isenbüttel

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr