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Isenbüttel Kastanienhof soll einem Mehrfamilienhaus weichen
Gifhorn Isenbüttel Kastanienhof soll einem Mehrfamilienhaus weichen
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00:16 25.01.2016
Hier sollen Wohnungen entstehen: Die Samtgemeinde, Eigentümerin des Kastanienhofs, will das Gebäude wegen schlechter Bausubstanz abreißen, ein Neubau ist geplant. Quelle: Christina Rudert
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Wasbüttel

Geplant sei das nicht heute und nicht morgen, aber doch in absehbarer Zeit, sagt Isenbüttels Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff.

„Wir hatten überlegt, das Gebäude herzurichten als Wohnraum für Flüchtlinge“, so Metzlaff. „Aber da hätten wir für eine vorübergehende Lösung viel Geld investieren müssen.“ Eine desolate Heizung und nicht funktionsfähige Sanitäranlagen hätten erneuert werden müssen, „um das Gebäude überhaupt bewohnbar zu machen“.

Nun ist die Samtgemeinde im Gespräch mit einem Architekten, der ein Konzept für das Areal erstellen soll. „Wir wollten an so prominenter Stelle nicht das Grundstück parzellieren und zwei Einfamilienhäuser dort hin stellen“, begründet Metzlaff. Gedacht sei an ein Mehrfamilienhaus, denn „wir brauchen bezahlbaren Wohnraum. Dazu soll der Architekt mal Ideen erarbeiten - ob dort seniorengerechte, barrierefreie Wohnungen zu günstigen Mietpreisen möglich sind und wie viele.“ Er hoffe, dass bald mal aus Berlin ein verbindliches Signal zur Förderung von sozialem Wohnungsbau komme statt nur die unterschiedlichsten Ideen.

Noch eine Hoffnung hat Metzlaff: Dass sich ein Investor findet, der das Haus baut und vermarktet. „Notfalls würde die Samtgemeinde als Investor auftreten, aber wir haben genug andere Themen zu bearbeiten.“

Eins plant Metzlaff jedenfalls nicht: „Das ganze Haus für Flüchtlingsfamilien zu nutzen.“ Sollte der Mietpreis vom Landkreis akzeptiert werden, könne man in ein paar Wohnungen Flüchtlinge unterbringen, „aber wir wollen kein Ghetto“.

Die Geschichtswerkstatt des Vereins Dorfleben hat sich mit der Geschichte des Kastanienhofs bereits auseinander gesetzt. Das Gebäude mitten im Dorf ist zwischen 1850 und 1880 erbaut worden und beherbergte einen Gasthof. Ab 1913 nutzte der MTV Wasbüttel den Saal dieses Gasthofs als Turnhalle. Im Boden war ein Reck verankert, die übrigen Sportgeräte lagerten in einem Nebenraum. Auch als Schießstand, für Theateraufführungen oder später zum gemeinsamen Fernsehen wurde der Saal umfunktioniert. Und natürlich für Feiern aller Art genutzt. Fand zeitgleich ein Schießtraining statt, musste die benachbarte Kegelbahn als Schießstand herhalten. Im Zweiten Weltkrieg diente der Kastanienhof Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern aus Polen, Serbien und Russland als Unterkunft, bis in die 1970er Jahre gab es dort eine Poststelle. 1993 endete dann der Saalbetrieb. Da das Gebäude durch diverse An- und Umbauten im Laufe der Jahrzehnte stark verändert wurde, steht es trotz seiner prominenten Lage in der Dorfmitte nicht unter Denkmalschutz.

rn/tru

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