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Junge Flüchtlinge bei Praktikum in Autowerkstatt

Integration in Calberlah Junge Flüchtlinge bei Praktikum in Autowerkstatt

Autowerkstätten haben die beiden unbegleiteten Minderjährigen auch vor ihrer Flucht aus Syrien und Afghanistan schon von innen gesehen. Jetzt absolvieren sie in der KfZ-Werkstatt Hotop in Calberlah ein Praktikum, und sowohl Seniorchef Bernd Hotop als auch Juniorchef Dennis Hotop sind rundum begeistert.

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Schulpraktikum: Die beiden Flüchtlinge Jawad Ahmadi (v.l.) und Jusuf Mehmed dürfen dem Gesellen Thomas Gies tatkräftig zur Hand gehen.

Quelle: Christina Rudert

Calberlah. „Wir bieten regelmäßig Schülerpraktika an, aber so gut läuft es selten“, lobt Dennis Hotop.

Der 17-jährige Jawad Ahmadi aus Afghanistan war sogar schon zweimal in der Werkstatt: Beim ersten Mal hatte ihn seine Patin Christine Heuer vermittelt. Hotop junior: „Natürlich haben wir ihn sofort genommen, besser kann man sich doch gar nicht integrieren.“ Aus den geplanten zwei, drei Tagen wurden zwei Wochen, so gut hat es dem 17-Jährigen gefallen.

Als für den Oskar-Kämmer-Schüler dann das Schulpraktikum anstand, war es keine Frage: Er wollte wieder zu Hotop. Damit er nicht auf den Bus angewiesen ist, hat Dennis Hotop ihm sogar ein Fahrrad geschenkt. „Vielleicht komme ich in den Ferien wieder“, strahlt Jawad Ahmadi.

Jusuf Mehmed ist 15 und kommt aus Syrien. Für ihn ist es gut, einfach mit zuzupacken - und das tut er auch. Auf die Frage, ob es Spaß macht, nickt er. Mit der deutschen Sprache tut er sich noch schwer, aber welches Werkzeug wofür gebraucht wird, das weiß der Freiherr-vom-Stein-Schüler.

Dennis Hotop ist begeistert: Natürlich spielt die Sprache eine Rolle, aber das ist richtig toll, wie die beiden mit anpacken.“ Ob beim Reifenwechsel oder der Inspektion, unter Anleitung werden Jusuf Mehmed und Jawad Ahmadi aktiv. „Das ist doch viel besser, als nur daneben zu stehen und zuzugucken“, stellt Senior Bernd Hotop fest.

Jusuf Mehmeds Lehrerin Ilona Macke ist ebenfalls begeistert, und zwar vom Engagement der Hotops: „Die Bereitschaft, die Kinder trotz sprachlicher Probleme aufzunehmen und einzuspannen, ist beeindruckend.“

tru

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