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Isenbüttelerinnen verkaufen Handarbeiten fürs Hospiz

Jedes Tier ist ein Unikat Isenbüttelerinnen verkaufen Handarbeiten fürs Hospiz

Diese Geschichte erzählt, wie aus einem leidenschaftlichen Hobby, viel Fantasie und nachbarschaftlicher Verbundenheit ein soziales Projekt wird.

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Kuschelig, anhänglich und individuell: Elisabeth Krull (v.r.), Tochter Freyja Krull und Ruth Prüßner handarbeiten Kuscheltiere und Handpuppen, die sie zugunsten des Hospizvereins verkaufen.

Quelle: privat

Isenbüttel. Giraffe Erna hat noch keine eigene Geschichte. An dem kleinen Schild, auf dem diese Geschichte steht, arbeitet Freyja Krull noch, schließlich soll auch Erna mit individuellem Lebenslauf auf dem Wahrenholzer Herbstmarkt landen. Neben Erna sitzen ungefähr 25 Handpuppen und Kuscheltiere, gestrickt, gehäkelt, mit Namen und Lebensläufen. Elisabeth Krull, Tochter Freyja und Nachbarin Ruth Prüßner arbeiten an weiteren Seelentröstern, die sie für den Hospizverein verkaufen wollen.

Drei Punkte kamen zusammen: „Ich habe schon immer gerne gestrickt, aber niemand wollte mehr Socken oder Handschuhe “, lacht Elisabeth Krull. Nach zwei positiven Hospizerfahrungen in der Verwandtschaft wollte sie ihrerseits gerne etwas fürs Hospiz tun, „aber für die konkrete Arbeit eigne ich mich glaube ich nicht so.“ Erinnerungen an die Kindheit ihrer Tochter kamen obendrauf: „Vor 25 Jahren habe ich Handpuppen für Freyja gestrickt, wir haben viel Kaspertheater gespielt.“

Der Hospizverein freute sich über die Idee, ein Standplatz in Wahrenholz war auch kein Problem. „Wir hätten uns gerne in Wasbüttel auf den Weihnachtsmarkt gestellt, aber an dem Tag können wir nicht“, erklärt Elisabeth Krull. „Die Tiere einfach jemand anderen verkaufen lassen wollten wir aber auch nicht, weil wir schließlich wissen wollen, ob sie ein schönes neues Zuhause bekommen.“

Den Materialwert von fünf bis zehn Euro pro Tier behalten die Handarbeiterinnen, den Rest spenden sie. „Je nach Arbeitsaufwand wollen wir zwischen zehn und 30 Euro pro Tier nehmen“, sagt Elisabeth Krull und berichtet, dass in manchen der liebenswerten Geschöpfe 25 Arbeitsstunden stecken. Zum Beispiel in dem Elch, den Freyja Krull gerade strickt. „Der besteht aus mindestens zwölf Teilen.“

Beim Herbstmarkt in Wahrenholz am Freitag und Samstag, 3. und 4. November, jeweils ab 11 Uhr lernen die Besucher dann den roten Panda mit den fusseligen Ohren – „nicht ganz nach Brehms Tierleben“, wie Freyja Krull vermutet – und den Eisbären Knut kennen. Der erzählt ihnen dann bestimmt, dass er den blauen Schal trägt, weil er gerade unter Halsweh leidet. Und vielleicht erleben die Besucher auch, dass die niedliche Maus Miss Sophie sie auf eine Tasse Tee einlädt.

Nach dem Herbstmarkt nehmen die drei Isenbüttelerinnen dann auch gerne Bestellungen für weitere Puppen und Tiere entgegen.

Von Christina Rudert

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