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Infoabend: Mit Flüchtlingen statt über sie reden

Alte Schule Wasbüttel Infoabend: Mit Flüchtlingen statt über sie reden

Brücken schlagen zwischen Menschen und Kulturen - dafür lud Gerhild Trusch, unterstützt vom Wasbütteler Dorfleben, zu einem Gesprächsabend in die Alte Schule ein. „Wir möchten nicht bloß über Flüchtlinge reden, sondern vor allem auch mit ihnen“, sagte sie.

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Gesprächsabend mit Flüchtlingen: Gerhild Trusch und Patensohn Mohamad Idris berichteten in Wasbüttels Alter Schule über ihre Erlebnisse.

Quelle: Ron Niebuhr

Wasbüttel. Die Wasbüttelerin Trusch, deren Mutter einst selbst Flüchtling war, engagiert sich zwei Mal pro Woche in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Clausmoorhof bei Gifhorn. Über ihre ehrenamtliche Arbeit hat sie Mohamad Idris kennengelernt und die Patenschaft für ihn übernommen.

Der 17-Jährige ist vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen und lebt jetzt seit gut einem Jahr in Deutschland, zurzeit in einer Gifhorner Wohngruppe von Life Concepts. In der Alten Schule erzählte der Jugendliche von seinen Erlebnissen und Erfahrungen: „Vor dem Bürgerkrieg hatte ich ein normales Leben so wie Deutsche auch.“ Er ging zur Schule, spielte Fußball, hatte Freunde. „Durch den Krieg habe ich viel verloren, vor allem meine Hoffnung“, sagte er.

Aus Syrien floh er auf eigene Faust über die Türkei nach Deutschland, erreichte zunächst Berlin, ließ sich in Hamburg registrieren. Von dort kam er nach Gifhorn.

In Damaskus war er Zehntklässler mit vielen Freunden, hier besucht der 17-Jährige derzeit die neunte Klasse der Realschule - und ist ziemlich allein. „Ohne Sprache kein Kontakt“, sagte er. In Mathe und Englisch kann er dem Unterricht gut folgen, in allen anderen Fächern kaum. Seine Klassenkameraden sind alle jünger als er. Viel Unterstützung erfahre er bei Behördengängen, aber leider zu wenig beim Deutsch lernen, bedauerte Mohamad Idris.

Gerhild Trusch und ihrer Familie ist der junge Syrer „richtig ans Herz gewachsen. Wir lassen ihn am Famlienleben teilhaben und sind für ihn da“, betonte sie.

rn

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