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Isenbüttel Heidi Stein sieht Suche nach Sohn Dirk gefährdet
Gifhorn Isenbüttel Heidi Stein sieht Suche nach Sohn Dirk gefährdet
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23:21 28.03.2017
Im Internet tobt eine Schlammschlacht gegen sie: Heidi Stein und Heinz Liegmann sind fertig mit den Nerven. Quelle: Christina Rudert
Isenbüttel

Vulgär im Ton, voller orthografischer Fehler, tobt in verschiedenen Internetforen eine Schlammschlacht gegen die Isenbüttelerin, die seit 39 Jahren nach ihrem Sohn Dirk Schiller sucht. „Und jetzt zieht da auch noch jemand meine Tochter mit rein.“

Morddrohungen und wüste Beschuldigungen hatten dazu geführt, dass Heidi Stein und ihr Mann Heinz Liegmann im Dezember 2015 ihren eigenen Blog „Dirk vermisst“ geschlossen haben. Nun tobt der Shit-storm auf anderen Plattformen weiter. „Man hat mir schon geraten, einfach nicht mehr ins Netz zu gehen, aber das geht nicht, ich muss doch nach meinem Kind suchen!“

Sie weiß, dass der ein oder andere hinter ihrem Rücken die Meinung vertritt, sie habe ein psychisches Problem. „Das habe ich auch. Jede Mutter, die ein Kind verliert, hat ein Trauma.“ Aber das ist nicht das, was die Leute meinen, die Heidi Stein und ihre Suche nicht ernst nehmen.

Die Befürchtung des Ehepaars ist, dass das Internet gezielt genutzt wird, um Heidi Stein zu diskreditieren. „Die meisten denken doch, dass da schon ein bisschen was Wahres dran sein muss an all dem Müll“, verzweifelt die Mutter allmählich. Ihre größte Sorge: „Dass dadurch meine Suche nach Dirk von niemandem mehr ernst genommen wird.“

Ihren Wunsch, dass den Internet-Trollen Einhalt geboten wird, erfüllt zurzeit niemand. Heinz Liegmann seufzt: „Alles wird kontrolliert, überall muss man sich ausweisen, sogar am Zigarettenautomaten. Nur im Internet darf jeder machen, was er will.“

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