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Hahn Herkules kräht zu laut

Calberlah Hahn Herkules kräht zu laut

Calberlah. Levi (2) ist ganz geknickt: Sein Hahn Herkules war noch gar nicht so lange da, jetzt muss er ihn wieder weg geben. Weil das Krähen einen Nachbarn stört.

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Ärger in Calberlah: Levi (2) und sein Papa Björn Zander freuen sich über die sechs Hühner, aber Hahn Herkules muss wegen Lärmstörung weg.

Die Eltern Sarah und Björn Zander finden: „Traurig, dass in einem Dorf Tiergeräusche als Störung wahrgenommen werden. Bellende Hunde oder der Bus sind doch viel lauter.“

Zanders wohnen in Calberlah, und zwar nicht in einer Neubausiedlung. Vor ein paar Wochen haben sie die sechs Hühner Antonia, Gisela, Berta, Agathe, Edeltraud und Lisbeth gekauft, nicht zuletzt, damit ihr kleiner Sohn die Tiere erlebt und mit ihnen aufwächst. „Levi hat sich einen Hahn gewünscht, ihn selber ausgesucht und sofort Herkules genannt“, erzählt Sarah Zander.

Herkules krähte. Morgens um halb sieben, mittags, abends, auch mal zwischendurch, „weil er seine Mädels nun mal beschützen will“, sagt die Mutter. Immer wieder blieben Kinder und Erwachsene am Zaun stehen und freuten sich über die muntere Hühnerschar. „Mancher hat uns sogar angesprochen, dass er es toll findet, dass junge Leute wie wir wieder Hühner halten.“

Ein Nachbar freute sich nicht so dolle, er fühlte sich durch das Krähen in seinem Ruhebedürfnis gestört. Zanders wollten keinen Streit und haben sich beim Schiedsmann erkundigt und im Internet schlau gelesen. „Es gibt mehrere Urteile, in denen Krähpausen vereinbart werden mussten - aber wie erklärt man einem Hahn, wann er krähen darf?“, fragt sich die junge Mutter irritiert. Ihr Fazit: Im Falle eines Gerichtsstreits bekäme der Nachbar Recht. Deshalb entschieden Zanders schweren Herzens, Herkules abzugeben. „Ein Bekannter lässt ihn auf seinem Hof leben“, sagt Sarah Zander.

Am schwersten fällt die Trennung dem kleinen Levi. „Er ist wirklich traurig“, sagt die Mutter.

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