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Isenbüttel Frühstücken und nebenbei Deutsch lernen
Gifhorn Isenbüttel Frühstücken und nebenbei Deutsch lernen
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00:22 03.08.2015
Vergnügte Runde: Anette Lühr-Karabinski (hinten links) trifft sich einmal in der Woche mit Türkinnen zum interkulturellen Frauen-Gesprächskreis. Quelle: Christina Rudert
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Isenbüttel

Zurzeit sitzen nur Türkinnen am Tisch, wegen des Frühstücks ein paar mehr als sonst. „Ab und zu kommt auch eine Polin“, sagt die Ehrenamtlerin Anette Lühr-Karabinski. Andere Nationen sind gar nicht mehr vertreten. „Die Kulturen kamen nicht miteinander klar.“ Konfliktpotenzial ist auch jetzt da, politische Themen sind heikel.

Sobald das Gespräch etwas lebhafter wird, wechselt die Sprache zu Türkisch. „Nein, diese Sprache habe ich noch nicht gelernt und habe es auch nicht vor“, lacht Anette Lühr-Karabinski und ermahnt zwischendurch: „Das Ganze jetzt bitte auf Deutsch!“ Denn: „Die Frauen verstehen und sprechen gut Deutsch.“ Arztbesuche, Einkäufe oder Gespräche mit den Lehrern ihrer Kinder sind kein Problem mehr. „Der Unterricht hat ihnen auch Selbstsicherheit gegeben.“

Von Anfang an war es Lühr-Karabinski wichtig, auf Augenhöhe mit den Frauen zu sprechen, „mittlerweile ist aus dem Lehrer-Schüler-Verhältnis Freundschaft geworden“. Fast in jeder Familie war die Mittfünfzigerin schon zu Besuch, hat türkische Hochzeiten mit gefeiert und zu den Mahlzeiten auf dem Fußboden gesessen, „auch wenn mir das Sitzen im Schneidersitz auf Dauer schwer fällt“. Ob Zahnweh, Schwangerschaft oder Kummer, „wir tauschen uns aus“. Auf Deutsch natürlich.

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Vor vier Jahren hat Anette Lühr-Karabinski die interkulturelle Frauengesprächsgruppe übernommen. Drei Stunden pro Woche treffen sich zwischen fünf und 15 Türkinnen im evangelischen Gemeindehaus in Isenbüttel. Kinder dürfen mitkommen. Sylvia Fuchs-Schiwe betreut sie im Spielkreisraum. „Das geht ganz gut, denn für den Notfall sitzen die Mütter ja gleich nebenan“, sagt die ausgebildete Erzieherin. Knappe drei Jahre ist das Jüngste, die Ältesten sind fünf. Für Anette Lühr-Karabinski ist die Kinderbetreuung ein großes Plus der Gruppe: „So haben die Mütter wirklich mal zwei bis drei Stunden in der Woche nur für sich Zeit – das ist für viele ein kleiner Urlaub.“

Und auch die Wohnortnähe ist von Vorteil. „Es gab mal das Angebot von Blockunterricht in Gifhorn – aber die wenigsten Frauen haben ein Auto zur Verfügung oder können Fahrrad fahren. Und einen ganzen Tag aus der Familie raus können sie auch schlecht.“ Das Alter in der Gruppe liegt zwischen Mitte 20 und Anfang 50, zwischen zwei und 15 Jahren leben die Frauen in Deutschland. Viele von ihnen haben gerade mal zwei bis drei Jahre Schule hinter sich und keine Ausbildung, einer Türkin hat Lühr-Karabinski vor zwei Jahren Lesen und Schreiben beigebracht. „Bei solchen Biografien ist es klar, dass das Lernen schwer fällt“, sagt die Gruppenleiterin.

Stures Büffeln gibt‘s deshalb nicht, das Konzept lautet: gemeinsam etwas tun und nebenbei Deutsch lernen. „Wir nähen mal etwas für eins der Kinder zum Geburtstag oder basteln.“ Hit in der Runde ist das Spiel „Mensch ärgere dich nicht“.

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