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Frank Mähler gibt Messern den letzten Schliff

Allerbüttel Frank Mähler gibt Messern den letzten Schliff

Allerbüttel. „Wenn ich mal ohne Messer unterwegs bin, hat der Rhein kein Wasser mehr“: Frank Mähler ist leidenschaftlicher Messersammler und Messerschmied. In seinem Haus in Allerbüttel hat er eine komplette Werkstatt eingerichtet.

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Jedes Messer braucht den richtigen Schliff: In seiner Werkstatt hat Frank Mähler die dafür nötigen Maschinen.

Quelle: Christina Rudert

Orientalische Blankwaffen haben es dem Allerbütteler besonders angetan, „alles aus Marokko, Algerien und Tunesien. Der Norden Afrikas ist die äußerste Spitze des Orient“. Die Waffen sind extrem scharfe Schmuckstücke, die Griffe filigran gearbeitet, die Klingen aus gemasertem Damaststahl. „Im Orient erkannte man den Rang eines Soldaten nicht an der Uniform, sondern an der Waffe“, erklärt Mähler. Er hat sich viel Wissen angeeignet. Das brauchte der Messerschmied für die Restaurierung historischer Säbel und Messer für Museen: „Wenn ein Stück fehlt und ergänzt werden muss, darf es nicht nur schön aussehen.“

Natürlich fertigt Mähler auch komplette Messer selber an. „Zuerst muss ich wissen, wofür es gebraucht wird.“ Und von wem: Jedes Messer ist eine Maßanfertigung, je nach Größe der Hand, denn „ein Messer muss gut in der Hand liegen“.

Er zeigt ein kurzes Jagdmesser mit gemustertem Griff aus Gamsgehörn und einer gemusterten Klinge - Damaststahl. Mähler erklärt: „Der Stahl wird gefaltet, immer wieder geschmiedet und neu gefaltet und zum Schluss in Salzsäure gelegt, so entsteht die Maserung.“

Ein Wochenende braucht Mähler für ein neues Messer. Aber in seiner Schmiede schleift er auch sämtliche Messer aus der Nachbarschaft. Und jede eigene Neuanschaffung: „Jedem gekauften Küchenmesser verpasse ich einen schöneren Schliff.“ Und sollte das Steakmesser im Restaurant mal stumpf sein, zückt Mähler sein eigenes, gut geschärftes Messer. Denn wie gesagt: Ohne geht er nie aus dem Haus.

tru

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