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Isenbüttel Erste Baumanhänger und Weihnachtswichtel entstehen
Gifhorn Isenbüttel Erste Baumanhänger und Weihnachtswichtel entstehen
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14:00 07.09.2017
Warum nicht schon mal was für Weihnachten basteln?: Irene Cornelia Meyer (r.) und Esther Bartschies filzen mit der Nadel Christbaumanhänger. Quelle: Christina Rudert
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Isenbüttel

„Ist das zu viel Wolle fürs Auge?“, fragt Irene Cornelia Meyer und zeigt eine schwarze Wollfluse. Ihr lustiger grüner Wichtel mit orangener Zipfelmütze geht gerade ins Finish. „Probier es“, meint Esther Bartschies. Vorsichtig filzt Irene Cornelia Meyer das erste Auge.

In der Textilwerkstatt wird heute mit Nadeln statt mit heißer Lauge gefilzt. „Schon mal für Weihnachten“, zeigt Esther Bartschies einen Nikolaus, „ein Baumanhänger. Noch ist das völlig entspannt und stressfrei.“ Irene Cornelia Meyer hat schon einen Stern fertig. „Selbstgemachte Baumanhänger sind doch nette Geschenke“, findet sie.

Sie hatte in der Zeitung von dem Angebot in der Textilwerkstatt gelesen. „Manchmal habe ich schon Anleitungen gesehen, dann aber immer gedacht, das kann ich nicht. Jetzt habe ich mich mal auf den Weg gemacht.“ Und sie hat Spaß daran. Allerdings sticht sie lieber vorsichtig und langsam mit der Nadel mit den feinen Widerhaken zu, mit der die Wolle verdichtet wird. „Das piekst doch ganz schön“, hat sie schon unangenehme Erfahrungen gemacht.

Bei Esther Bartschies geht das so schnell, dass man kaum mit den Augen folgen kann. Ruckzuck ist ein Herz gefilzt. „Als Grundform kann man gut eine Keksform nehmen“, zeigt sie. Weil ihr die beiden Rottöne der Wolle nicht so zusagen, mischt sie sie, indem sie sie mit einem Wollkamm, einer Karde, durchbürstet.

Mittlerweile hat Irene Cornelia Meyers Wichtel beide Augen. „Soll ich ihm noch Arme machen?“ „Versuch es. Wenn es dir nicht gefällt, kann man die auch wieder abmachen“, schlägt Esther Bartschies vor. Und so kommt es dann auch: Die Arme werden wieder entfernt. Dafür bekommt der süße Wichtel noch rote Puschen. Fertig.

Irene Cornelia Meyer ist an diesem Tag die einzige Teilnehmerin. „Wir sagen keinen Kursus wegen geringer Teilnehmerzahl ab“, betont Esther Bartschies. „Es hat durchaus auch Charme, nur zu Zweit zu arbeiten.“

Von Christina Rudert

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