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Dorfjubiläum ganz groß gefeiert

725 Jahre Allerbüttel Dorfjubiläum ganz groß gefeiert

Mit einer großen Festmeile feierte Allerbüttel sein 725-jähriges Bestehen am Samstag. Im bunten Miteinander aus Spielen und Aktionen starteten das Dorf und seine Gäste gut gestärkt durch ein Mitbringfrühstück voll durch. Abends klang die Sause mit Grillabend und Livemusik aus.

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Gemeinsam geschlemmt: Das Mitbringfrühstück zum Dorfjubiläum kam bei den Allerbüttelern richtig gut an.

Quelle: Ron Niebuhr

Allerbüttel. Drehorgelspieler Manfred Glaß musizierte, während sich die Frühstücksgäste mitgebrachte Leckereien auf dem Dorfplatz schmecken ließen. „Es waren gut 200 Besucher hier“, sagte Horst-Dieter Hellwig aus dem Organisations-Team.

Interessante Dorfgeschichte

Interessante Dorfgeschichte: Eine Ausstellung in Allerbüttels Alter Schule gewährte Einblick in vergangene Zeiten.

Quelle: Ron Niebuhr

Danach verwandelten sich Dorfplatz und Hof der Alten Schule in eine bunte Mitmachmeile. Das DRK stellte einen Rettungswagen vor, zeigte wie man Erste Hilfe leistet, kümmerte sich um Kaffee und Kuchen, ließ Kinder auf einer Hüpfburg herumtollen und Ballons zum Wettflug starten. Die Feuerwehr führte eine Löschübung vor und bot Wasserspiele an. Die Schützen riefen auf zu einem Sommerbiathlon und einer Straßenmeisterschaft im Schießen.

Die Tanzenden Siedlersterne aus Calberlah unterhielten, das Allerbütteler Kochbuch und Stofftaschen passend zum Jubiläum konnte man erwerben. Eine Ausstellung in der Alten Schule informierte zur Dorfgeschichte. „Und pünktlich um 12 Uhr hat die Glocke im Schulturm erstmals seit 20 Jahren geläutet“, berichtete Christiane Reimann vom Dorfverein. Teils übertönte leider der automatische Testlauf der Feuerwehrsirene die Glocke.

Willi Franz überraschte die Gäste mit plattdeutschen Geschichten und The Crescenters aus Weyhausen auf Einladung von Hellwig mit einer famosen Musik- und Tanzshow. Viele Allerbütteler haben sich mit Ideen und Tatkraft fürs Fest engagiert. Wenn sich dieser Teamgeist übers Jubiläum hinaus hält, ist der nächste runde Ehrentag des Dorfes mindestens genauso toll.

Die Geschichte eines Dorfes

Vor 725 Jahren fand Allerbüttel erstmals urkundliche Erwähnung. Tatsächlich ist das Dorf wohl ein paar Hundert Jahre älter. Das Jubiläum feierten die Allerbütteler nach Kräften, unter anderem mit einem Festkommers am Freitagabend. Dazu war das Dorfgemeinschaftshaus voll besetzt.

Toller Abend

Toller Abend: Mit einem heiter beschwingten Kommers läuteten die Allerbütteler am Freitagabend ihr Dorfjubiläum ein.

Quelle: Ron Niebuhr

Nach einem Festvortrag von Professor Wolfgang Meibeyer stieg das Dorf mit „Fröhlich klingen unsere Lieder“ von der Chorgemeinschaft Allerbüttel-Wasbüttel in den Kommers ein. Später trat auch der eigens gebildete Projektchor auf. „Herzlich willkommen alle miteinander zum Allerbütteler Jubiläum. Wenn es ihnen gefallen hat, erzählen sie es weiter“, rief Bürgermeister Thomas Goltermann in die Runde. Und schon ging der Spaß los.

Mit dem Dorfjubiläum ehre man „die Menschen, die hier in 725 Jahren gelebt, gebaut und gefeiert haben“, sagte Landrat Dr. Andreas Ebel. Die Allerbütteler zeichnet seit je her etwas aus: „Sie haben ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein“, ergänzte Vize-Samtgemeindebürgermeister Jannis Gaus. Christiane Reimann vom Dorf- und Kulturverein dankte der Gemeinde Calberlah für die „großzügige“ finanzielle Unterstützung des Jubiläums - und der Samtgemeinde Isenbüttel für ein besonderes Geschenk: eine Bank. „Sie ist sehr beliebt. So viel wurde hier im Dorf jedenfalls noch nie über eine Bank gesprochen“, sagte Reimann.

„Valleri, vallera haha, und juchheirassa, und jucheirassa, bist du Allerbüttler oder nicht? Das verrät uns dein Gesicht!“, heißt es übrigens im Refrain des auf die Melodie von „Auf der Lüneburger Heide“ gedichteten Dorfliedes „Bist Du Allerbüttler oder nicht?“. Das sangen alle zusammen zum Gitarrenspiel von Dorothee Tietge. Den fröhlichen Mienen nach zu urteilen, waren beim Festkommers alle Allerbütteler. Und es gibt, wie von Bürgermeister Goltermann empfohlen, viel zu erzählen in den kommenden Tagen und Wochen.

Von Ron Niebuhr

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