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Isenbüttel Diskussion mit Ministerin: Kritik an Schulpolitik
Gifhorn Isenbüttel Diskussion mit Ministerin: Kritik an Schulpolitik
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00:25 26.04.2015
Diskussionsfreudige Runde: Niedersachsens Bildungsministerin Frauke Heiligenstadt sprach über Veränderungen in der Schullandschaft. Quelle: Christina Rudert
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Was sie als Erfolge der rot-grünen Landesregierung für die Schullandschaft anpries, stieß zum Teil auf massive Kritik.

Im Publikum: viele Lehrer, Schulrektoren, Elternvertreter. Großer Knackpunkt: Die Schullaufbahnempfehlung nach der vierten Klasse, die die Landesregierung bei der Novellierung des Schulgesetzes zum 1. August abschaffen möchte. „Ich finde die Schullaufbahnempfehlung wichtig, weil Kinder sonst über Jahre in ungeeigneten Schulformen beschult werden“, meinte Volker Breselge von der Hauptschule Meinersen. Immerhin komme diese Empfehlung von ausgebildeten Erziehern, die die Kinder vier Jahre lang im Schulkontext erlebt haben.

Das sah die Ministerin anders: „Auch mit der Empfehlung sind Eltern nicht davon abzuhalten, ihren Willen für die Schullaufbahn ihrer Kinder umzusetzen.“ Deshalb wolle die Landesregierung an Stelle der Laufbahnempfehlung zwei intensive - allerdings freiwillige - Elterngespräche setzen.

„Das mag ja eine Erleichterung für die Kollegien der Grundschulen sein, für die Lehrer an den weiterführenden Schulen ist es das nicht“, meinte Dagmar Melchert, Konrektorin der Gebrüder-Grimm-Schule. Barbara Klausmeyer sagte, die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung bedeute eine Unterschätzung der Kompetenz der Lehrkräfte, die Misserfolge der Kinder seien vorprogrammiert.

Frauke Heiligenstadt hatte ganz zu Anfang gesagt, dass jedes ihrer Themen - Ganztagsschule, Inklusion, Abitur nach 13 Jahren, Gesamtschulen als ersetzende Schulform - Gesprächsstoff für einen ganzen Abend böten. Und so wurde am Mittwoch intensiv und lange diskutiert, auch wenn bei einigen die Vermutung hoch kam, aneinander vorbei geredet zu haben.


Isenbüttel. Warum statt der Schullaufbahnempfehlung nicht einfach den Elternwillen abschaffen, nach dem Eltern entscheiden können, auf welche weiterführende Schule sie ihre Kinder schicken? Auch darüber diskutierte die Runde mit Niedersachsens Bildungsministerin Frauke Heiligenstadt.

Hilke Schulze, Elternvertreterin am Gymnasium Hankensbüttel, berichtete aus eigener Erfahrung: „Keines der Kinder mit Hauptschul-Empfehlung hat es auf dem Gymnasium geschafft.“ Im Gegenteil, wie Petra Pieper von der Arbeitsagentur sagte: „Wer nach Klasse 10 das Gymnasium verlässt, womöglich noch ohne Abschluss, ist auf das Berufsleben überhaupt nicht vorbereitet. Wir halten die Kinder von der Berufsorientierung ab“ – sie ist charakteristisch für Real- und noch mehr für Hauptschulen.

Frauke Heisterhagen, Rektorin der Hauptschule Meinersen, merkte an: „Hier wird immer vom Erziehungsrecht der Eltern gesprochen. Wer spricht denn von der Erziehungspflicht?“ Und Barbara Klausmeyer, obwohl selber politisch aktiv, kritisierte: „Kein Politiker traut sich, den Elternwillen wieder abzuschaffen, weil alle wiedergewählt werden wollen.“

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