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Isenbüttel Calberlaher wollen das Plattdeutsch retten
Gifhorn Isenbüttel Calberlaher wollen das Plattdeutsch retten
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22:00 23.08.2017
Planen die Wiederbelebung der plattdeutschen Sprache in Calberlah: Karsten Karwehl (l.) und Willi Wentzel.  Quelle: Christina Rudert
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Calberlah

 „Die jungen Leute können Englisch und Französisch, aber kein Plattdeutsch mehr“, bedauert Willi Wentzel. Damit in Calberlah die plattdeutsche Sprache nicht ganz ausstirbt, will Karsten Karwehl vom Heimatbund gemeinsam mit Wentzel einen plattdeutschen Kreis ins Leben rufen. „Hört mal ’n beten to“ könnte es zum Auftakt heißen, später dann, wenn sich die Teilnehmer trauen, selber auch zu sprechen, eher „dit un dat op Platt“.

Dass Plattdeutsch es so schwer hat, hat verschiedene Ursachen. „Das ging los nach dem Deutschen Krieg 1866, als Preußen das Königreich Hannover annektiert hat“, meint Karwehl. „Danach mussten hier alle preußisch, also hochdeutsch reden.“ Wurde auch auf den Höfen oft weiter Platt gesprochen, war Schulsprache Hochdeutsch.

Nach dem Zweiten Weltkrieg landeten zahlreiche Flüchtlinge in Calberlah. Die verstanden das niedersächsische Platt natürlich nicht. Ein weiterer Grund, Hochdeutsch zu reden. Karwehl weiß es aus der eigenen Familie: „Meine Mutter stammt aus Pommern, der Vater kommt von hier, da wurde nur Hochdeutsch geredet.“ Ähnliches berichtet Wentzel: „Meine Großeltern sprachen nur Platt. Da ich viele Jahre bei ihnen gewohnt habe, habe ich auch Platt gesprochen.“ Seine Frau stammt jedoch aus Königsberg, das heißt: „Wir sprechen Hochdeutsch.“ Die Kinder lernten kein Platt mehr, von den Enkeln ganz zu schweigen.

Wentzel hat bergeweise Geschichten zum Vortragen auf Plattdeutsch, „vielleicht können wir auch mal ein plattdeutsches Theaterstück besuchen oder selber spielen“, hofft Karwehl auf die nötige Resonanz. Aber vor allem sollen die Abende, ungefähr sechs im Jahr, ein gemütliches Beisammensein werden. Premiere ist am Mittwoch, 30. August, um 18 Uhr im Terra Nostra in Calberlah.

Von Christina Rudert

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